Dabei kann man Glück in so vielem empfinden, das nichts mit Materiellem zu tun hat. Ich glaube, man ist schon einen großen Schritt weiter, wenn man das anerkennt.

teleschau: Woran freuen Sie sich?

Stokowski: Man ist ja schnell mal am Jammern. Aber wenn ich in die Welt hineinblicke und all die Probleme sehe - da kann ich in meinem speziellen Fall doch sehr glücklich sein, mit dem, wie es mir geht, was ich habe. Daran kann man sich auch mal freuen und nicht immer darüber nachdenken, was man nicht hat. Der Film "Hinter dem Spiegel" hat mich noch einmal klar auf diese Linie gebracht, als ich in der Klinik die Leute sah, die sich nicht mehr bewegen konnten: Wie schnell kann das alles vorbei sein, was im Moment so selbstverständlich erscheint? Diese Patienten wären froh, wenn sie einfach nur essen oder sprechen könnten.

teleschau: Nach der ZDF-Serie "Der Ermittler" suchten Sie die Abwechslung - das scheint Ihnen mit dem Theater-Engagement in Zürich, mehreren Fernsehfilmen in Deutschland und dem Kinofilm in Norwegen gut gelungen zu sein ...

Stokowski: Ich hatte eigentlich immer Glück - von Anfang an - dass meine Rollen immer so verschiedenartig waren, und dass ich Theater spielen und drehen konnte.

teleschau: Auch hier sprechen Sie von Glück?

Stokowski: Glück gehört immer dazu. Wenn es nur um Qualität ginge, gäbe es einige nicht, und andere bekämen endlich ein Bein auf den Boden. Aber das Glück fällt einem auch nicht einfach in den Schoß. Ich denke schon, dass es da eine gewisse Wechselwirkung gibt.

teleschau: Demnächst werden Sie außerdem im "Schwarzwaldhof" in der ARD zu sehen sein - werden Sie auch im zweiten Teil wieder mitspielen, der im Sommer gedreht wird?

Stokowski: Ja, wenn das Projekt interessant und die Rolle spannend ist, kann das von mir aus auch mal "Schwarzwaldhof" heißen. Je nachdem, wie die Geschichte sich entwickelt, hätte ich auch keine Berührungsängste, wieder bei einer Reihe mitzumachen. Ich bin nicht aus dem "Ermittler" ausgestiegen, weil ich keine Serie mehr machen wollte. Das hatte auch private Gründe: die Geburt meines Kindes, der Umzug in die Schweiz. Aber wenn sich das gut koordinieren lässt, hätte ich auch Lust, wieder eine Reihe zu machen. Auch so etwas wie "Der Ermittler". Ich habe mich nur blöderweise erschießen lassen, das hätte ich mal nicht machen sollen (lacht).

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Autor: Petra Fürst/teleschau - der mediendienst
Bilder: ARD Degeto / Johannes Krieg ZDF / Barbara Bauriedl

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