Claudia Michelsen: Ein Mann und eine Frau in einem Raum, spannend. Eine Kraft, die ihren eigenen Weg sucht. Und jetzt nimmt man das System wahr, in welchem sich beide befinden. Zwänge, welche sich unter einem neuen System auf andere Weise wiederholen.

teleschau: Haben Sie Regina Karlstedt, die Frau, auf deren Erinnerungen dieser Film basiert, getroffen?

Claudia Michelsen: Ja, es gab ein Abendessen mit ihr und ihrem Mann. Ich wollte sie unbedingt treffen. Das ist schon eine Frage des Respekts, es ist immerhin ihr Leben. Es war ein intensives, emotionales Gespräch. Es ging um Dinge, die gar nicht in dem Buch vorkommen. Ach wissen Sie, ich würde nur ungern darüber sprechen, da fehlt uns doch jetzt dir Hauptperson im Gespräch.

teleschau: Erhoffen Sie sich Preise für Ihre Arbeit?

Claudia Michelsen: Preise erhält man doch eigentlich für gewonnene Wettrennen, oder? Ich wünsche mir, dass der Film die Wahrnehmung erhält, die er verdient hat. Und wenn er einen schönen Preis bekäme, wäre es sicher eine Bestätigung für unsere Arbeit.

teleschau: In diesem Jahr kommt einiges auf sie zu. Erst dieser Film, Ihr Kinofilm "42plus" läuft ab August, RTL startet die Mystery-Serie "Die 25. Stunde". Sie gelten als sehr zurückhaltend, was Öffentlichkeitsarbeit betrifft, werden sich mit dem Thema "Popularität" aber in besonderer Weise auseinandersetzen müssen.

Claudia Michelsen: Nein, das glaube ich nicht. Eigentlich will ich nur meine Arbeit machen. Es gibt sie ja auch, diese Schauspielerinnen, die kaum in den Schlagzeilen stehen, sich selber treu bleiben und sich nicht zum Mediensternchen entwickeln müssen. Dagmar Manzel, Ulrike Krumbiegel und viele andere.

teleschau: Ihre öffentlich gemachte Beziehung zu dem Schauspieler Anatole Taubman wird ebenso eine Rolle spielen. Er spielt schließlich im nächsten James-Bond-Film mit.

Claudia Michelsen: Ja, toll. Das freut mich so für ihn, was für eine aufregende Reise. Dass man weiß, dass wir ein Paar sind, ist kein Geheimnis. Und natürlich werden wir weiterhin mit der Öffentlichkeit umgehen, wenn es unsere Filme betrifft. Aber man kann doch auch privat dabei bleiben, oder?

teleschau: Fühlen Sie sich in Ihrem Privatleben angekommen?

Claudia Michelsen: Ich weiß, wo ich mich zu Hause fühle, ankommen werde ich, glaube ich, nie, da ich immer Bewegung brauche. Nun, Anatole und ich sind ja schon seit über sieben Jahren zusammen, haben zwei Kinder. Vielleicht kann man das ja doch ein kleines "Ankommen" nennen

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