Vermutlich gibt es keinen Satz, der den Trennungsschmerz wirklich lindert. Das Ende einer Beziehung ist nun mal eine traurige Angelegenheit, daran ändert auch eine wohlformulierte Begründung nichts
. Doch Unterschiede gibt es schon. Manche legendären "letzten Worte" machen erst recht wütend, weil sie so offensichtlich aus der Schnäppchenkiste stammen. Oder weil beide wissen, dass sie nichts als leere Hülsen sind. Hier kommen die Klassiker, die man so besser nicht verwenden sollte.
"Es liegt nicht an Dir, es liegt an mir"
An diesem Satz ist oft was Wahres dran. Doch er riecht einfach zu sehr nach billiger Ausflucht und einem Schuldeingeständnis, das eigentlich keines ist. Denn oft versucht er oder sie sich damit nur die Aura einsichtiger Selbsterkenntnis zu geben, ohne das auch wirklich zu meinen. Und auf so ein billiges Trostpflaster kann man in dem Moment verzichten. Dann lieber ohne Banal-Formeln auskommen und ehrlich auf den Tisch legen, wo die eigenen Probleme tatsächlich li
egen. Eventuell ergibt sich daraus sogar die Chance zum Neuanfang.
"Wir können ja Freunde bleiben"
Vermutlich der meistgehörte Satz in Sachen Beziehungsende - und der, der am seltensten in die Tat umgesetzt wird. Zwar kennen wir alle das eine oder andere leuchtende Beispiel von Paaren, die nach dem Ende der Liebe tatsächlich freundschaftlich verbunden blieben. Aber den meisten von uns gelingt das schlecht oder gar nicht. Deshalb ist der Wunsch, die Beziehung auf einer anderen Ebene weiterzuführen, durchaus verständlich und nicht völlig unrealistisch. Doch erstens sollte er von Herzen kommen und zweitens lassen sich dafür auch Worte finden, die nicht derart abgenutzt sind, wie diese.
"Ich muss mich jetzt um meine Karriere kümmern"
Wer so was sagt und das auch wirklich me
int, ist vielleicht wirklich nicht der oder die Richtige. Gegen gesunden Job-Ehrgeiz ist zwar nichts zu sagen. Doch der lässt sich unter Liebenden auch durchaus umsetzen. Vielleicht hat man dann ein bisschen weniger Zeit miteinander, aber bei Verstädnnis und guter Organisation braucht es keine Trennung, um auf der Karriereleiter hochzuklettern. Diese Tatsache ist es auch, die diesen Satz so unbeliebt macht. Weil er nahelegt, dass auch hier jemand nach einem bequemen Schlusspunkt gesucht hat.
"Ich bin einfach noch nicht bereit für eine neue Beziehung"
Kommt auf die Umstände an - und die Länge der Beziehung. Ist man schon länger zusammen, zeugt die Aussage von mangelnder Selbsterkenntnis und langer Leitung, denn das hätte er oder sie sich dann wirklich früher überlegen können
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