Ohne Tasche geht gar nix. Wenn es auch Ladies geben soll, die nur ein wohlgeordnetes kleines Exemplar besitzen - die meisten Frauen haben eine mittlere bis große Kollektion der schicken Begleiter.
Schließlich braucht man eine fürs Glamour-Outfit, eine fürs Shoppen, eine zum neuen gelben Sommerkleid, eine zum schicken Trench und und und... Gar nicht wenige schleppen gerne den halben Hausstand mit sich herum. So ist man halt für jeden (Not-)Fall gewappnet, auch wenn das ständiges Kramen und müde Schultern bedeutet.
Erkenntnisse über das "Mysterium Handtasche" liefert jetzt eine aktuelle Umfrage der Zeitschrift "Petra". Initiatorin der Studie, für die Frauen in 17 Ländern befragt wurden, ist die Wirtschaftspsychologin Dr. Ute Rademacher von der Hamburger Agentur Colibri Research. Sie wertete 150 "Taschen-Berichte" aus.
Wie viele dürfen's sein?
95 Prozent aller Frauen in den so genannten entwickelten Ländern besitzen
zwischen 2 und 20 Taschen,oder sogar mehr. Mit bis zu 60 Exemplaren ist die generell sehr modebewusste Italienerin Spitzenreiterin. Den Überblick verlieren Frauen deswegen noch lange nicht - auch wenn Männer das gern glauben. Im Gegenteil: Vier von fünf Befragten weltweit können sich sogar noch genau an ihr erstes Stück erinnern. Und fast keine Frau, weder in Berlin noch in Kapstadt, kann es leiden, wenn ein Fremder einen Blick in ihr persönliches Heiligtum wirft...
Tasche als Kommunikationszentrale
Das Fazit der Konsumexpertin: "Handtaschen sind die tragbare Form der Emanzipation! Die Tasche stellt einen mobilen Lebensraum dar - je mehr Frauen Heim und Herd verließen, um sich ins Berufsleben zu stürzen, desto wichtiger wurde die Tasche als Transportv
ehikel, aber auch als Notfallkoffer und Finanzzentrum. Und heute, mit Handy, Blackberry oder Laptop darin, ist die Tasche auch als "Verbindungszentrale" unverzichtbar. Rademacher unterscheidet in ihrer Studie zwischen "sequenziell monogamen" Taschen-Besitzerinnen, die für eine Weile einem bestimmten Modell treu bleiben, und den "Taschen-Polygamistinnen", deren persönliche Kollektion immer wieder durch Neuzugänge bereichert wird.
Das Chaos-Prinzip
Die Wissenschaftlerin hat auch herausgefunden, dass das Chaos-Prinzip zur Tasche gehört wie Blasen am Fuß zu neuen Schuhen: Durchschnittlich 76 Tage ihres Lebens verbringen Frauen damit, in ihren Bags nach irgendetwas zu kramen. Dr. Rademacher: "Männer werden es nie verstehen - aber uns Frauen verbindet dieses Suchen auf geheimnisvolle Weise, rund um den Erdball
1
·
2