"Zurück am Helmholtzplatz im Dunkeln da, küssten wir uns immer wieder mal, und auch schon heftiger an den Häuserwänden stehend, mit viel Zunge inzwischen, immer geiler, er war schon ganz schön aufg
eheizt. Seine Erregung erregte mich, tat mir gut, fühlte sich sehr gut an. Das war das erste Mal, dass ich mit Tom rumgeknutscht hatte oder er mit mir, wie auch immer. Tom setzte sich auf eine Bank im Dunkeln und ich mich rittlings auf ihn drauf..."
Macht doch Lust aufs Weiterlesen - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Szene ist ein Ausschnitt aus der Neuerscheinung "Kurze Nächte" von Anna Blumbach, eines unserer Top 6 Erotikbücher. Ein verführerischer Mix aus Neuem und Klassikern der sinnlichen Literatur, von denen es einige auch als Hörbucher gibt - ideal, um sich gemeinsamen inspirieren zu lassen. Das sind sie:
1. Kurze Nächte - Anna Blumbach
Berlinerin Eva schlägt sich durchs Leben. Zukunftssorgen, Stress mit dem Ex, Kümmern ums Söhnchen Lasse
und Geldprobleme machen das zu keiner ganz leichten Übung. Ausbrechen kann sie bei ihren nächtlichen Clubbesuchen - und beim Flirten und mehr mit Männern. Drei von ihnen haben es der Architektin besonders angetan... Als ob eine Freundin uns Frust und Lust anvertraut: Anna Blumbachs direkte, fast umgangssprachliche Schilderungen ziehen mitten rein ins Geschehen. Völlig unverkrampft beschriebene und ziemlich heiße Sexszenen inklusive. (Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, ca. 9,90 Euro)
2. D.H. Lawrence - Lady Chatterleys Liebhaber
1928 erblickte dieser Klassiker der Erotikliteratur das Licht der Bücherwelt. Er erzählt die Geschichte besagter Lady, die die Impotenz ihres kriegsversehrten, adligen Ehemannes in die starken Arme eines Wildhüters tr
eibt... Logisch, dass heute beim Lesen der Schockeffekt ausbleibt - da sind wir mittlerweile anderes gewöhnt. Doch damals war das Buch ein Skandal und lange in einigen Ländern verboten. Heute reizt die fesselnde, ruhige Erzählweise und die sanfte Erotik. (Erschienen u.a. bei Rowohlt, ca. 9,95 Euro)
3. Charlotte Roche - Feuchtgebiete
Apropos Skandal: Auch dieser Roman sorgte für Rauschen im Blätterwald und empörte Kommentare konservativer Kritiker. Trotzdem gingen die 220 Seiten über Hämorrhoiden, Analverkehr, Toilettenexperimente und ausgefallenere Masturbationsvarianten weg wie warme Semmeln. Warum denn nicht? Auch Frauen - wie Grimmepreisträgerin Roche - dürfen derb sein und derb schreiben. Fand auch Literaturkenner Roger Willemsen: " Radikal, drastisch und ebenso zart
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