Stress ist ein Lebenselexier, das sowohl positive als auch
negative Auswirkungen auf uns Menschen hat. Viele werden unter bestimmten Stresssituationen sogar schneller und besser. Ihre Leist
ungsfähigkeit steigt, sie können sich einfacher auf das Wesentliche konzentrieren und besser lernen, Terminsachen erledigen und sportliche Höchstleistungen erzielen. Aber: Das geht nicht ewig
so weiter: "Irgendwann befinden wir uns an unserem Leistungs-Höhepunkt und ab da geht es dann bergab", so Claudia Fiedler und Hans Plank, Autoren des neuen Ratgebers "Stressmanagement", der jetzt im Verlag C.H. Beck erscheint. "Wenn wir nicht gegensteuern, bis zum Zusammenbruch." Wie und wann das soweit ist, das ist individuell unterschiedlich.
Herz-Kreislauf-Beschwerden und Burnout-Syndrom sind heutzutage leider keine Seltenheit mehr. "Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte jeder im täglichen Leben ein paar Regeln beachten," meint Fiedler. I
n ihrem Ratgeber kann man sich zunächst selbst einschätzen mithilfe einiger Tests. Ist es nur die momentane Situation? Oder drohen tatsächlich Depression und Zusammenbruch? Und was kann ich dagegen unternehmen?
"Unsere schnelllebige Zeit konfrontiert jeden von uns im Privat- und Berufsleben mit immer neuen Anforderungen. Um diesen Veränderungen gewachsen zu sein, ist es unbedingt erforderlich, seine innere Balance nicht zu verlieren", so das Autorenteam. Hier ihre Stress- und Krisentipps für den Stress-Notfall: Trinken Sie zügig ein Glas kühles Wasser. Durch das verstärkte Schlucken lässt die Spannung nach und gleichzeitig wird man kurzzeitig von der aktuellen Stresssituation abgelenkt. Gönnen Sie sich eine "Apfelpause", am besten an der frischen Luft. Überlegen Sie
sich ein oder zwei positive Sätze, die Sie sich in stressigen Zeiten vorsagen: "Eins nach dem Anderen" oder "Ich habe schon schwierigere Situationen gemeistert".
Geht es allerdings nicht um eine befristete Über-Beanspruchung, sondern um ein Dauerproblem, helfen nur langfristige Bewältigungsstrategien, mit denen man dem individuellen Problem und seinen Ursachen gezielt zu Leibe rückt. Regelmäßig angewendete Entspannungstechniken sind da eine gute Idee, ein verbessertes Zeitmanagement ebenfalls. Schließlich machen wir unseren Stress manchmal auch selbst und müssen deswegen lernen, Prioritäten zu setzen, die uns gut tun. Dazu muss man allerdings auf die "innere Stimme" hören
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