YAHOO: Mit der Rolle in "Gladiator" haben Sie den großen Durchbruch als Hollywood-Actionheld geschafft - wie hart war der Weg dorthin?
RALF MÖLLER: Wenn ich das alles erzählen sollte
, säßen wir Stunden zusammen (lacht). Es gibt keinen Fahrstuhl zum Erfolg, für mich war dieser Weg viele Jahre lang ein Auf und Ab. Ich habe Erfolge erzielt und Misserfolge einstecken müssen, habe eine Stufe erklommen und musste wieder eine zurücktreten. Es war ein langer Weg, aber: Ich habe immer an mich geglaubt. Ich habe meine Ziele nie aus den Augen verloren und habe mich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen.
YAHOO: Was würden Sie jungen Schauspielern raten, die von so einer Karriere träumen? Welche Voraussetzungen muss ein Nachwuchs-Held erfüllen?
RALF MÖLLER: Grundsätzlich würde ich ihm oder ihr raten – sichere dich ab. Mach einen ordentlichen Schulabschluss, erlerne einen ordentlichen Beruf, bau dir ein Standbein auf, das dich ernährt
, das dir eine Existenz sichert. Besuche eine Schauspielschule, siehe zu, deine Ziele auf ein Fundament zu bauen, das dich trägt, auch wenn deine Träume nicht in Erfüllung gehen sollten. Und lass dich nicht von Rückschlägen entmutigen. Der Weg zum Erfolg ist lang und hart, glaube an dich und gib deine Träume nicht auf.
YAHOO: In "Far Cry" sind Sie letztlich einer von den Guten. Bösewichter haben Sie aber auch schon gespielt. Was macht mehr Spaß?
RALF MÖLLER: Ganz klar – den Schurken und Finsterling zu spielen. Ich bin ein großer Verehrer von Anthony Hopkins – und nun erinnern Sie sich bitte einmal, für welche Rolle er den Oscar bekam [Hannibal Lector in "Das Schweigen der Lämmer", Anm. Red]. Es macht einfach Spaß, weil man viel komplexere, oft sehr
widersprüchliche Figuren spielen darf. Auf jeden Fall ist es die größere Herausforderung. Denn es reicht nicht aus, grimmig in die Kamera zu gucken um als Schurke bestehen zu können. Der Charakter muss stimmig sein, auch damit der Held gut aussehen kann. Andererseits ist es lukrativer, die Helden zu spielen. Heldenrollen werden nämlich besser bezahlt (lacht).
YAHOO: Schlagkräftige Argumente sind Ihr Markenzeichen - hätten Sie auch mal Lust auf eine "weiche" Rolle?
RALF MÖLLER: Hier und da, zum Beispiel in meinen RTL-Filmen, habe ich ja schon weichere Typen gespielt und ja, ich habe schon Lust auf Projekte, die nicht so ganz meinem Image entsprechen. Mit Thomas Friedl (dem Geschäftsführer der Ufa, Anm. Red.)
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