Die Blondierung hat Pixies Haar spröde gemacht, der Haaransatz lässt sich aschblond sehen. Zwei Zentimeter deuten auf acht Wochen ohne Nachbehandlung hin. Ein Hippie-Stirnband hält notdürftig die stro

higen Haare am Kopf und Pixie sich an ihnen fest, während sie mit tranigem Blick den Mund bewegt. Acht Wochen Stress hat das Mädchen aus Kent mindestens hinter sich, jettet durch Europa, ohne sich bewusst zu sein, was gerade passiert.
Die Bekanntgabe von Tag, Monat und Jahr verblüfft sie. Nein, sie hätte weder Datum noch Wochentag gewusst. "Die Zeit vergeht gerade sehr schnell", erklärt sie, lehnt sich an die Sofalehne, rutscht tiefer, gähnt. Aber am Wochenende war sie zu Hause. Bei den Eltern? "Yeah", sagt Pixie und rümpft lächelnd die Nase. "Ich such aber nach einer Wohnung in London." Wer die Frau auf ihrem T-Shirt ist, kann sie nicht sagen. Aber eigentlich drücke ihr Kleidungsstil aus, wie sie sich fühlt: "Ich trage mal Designersachen, mag Mark

en, aber auch Vintage oder Hippiekram, besitze nicht wenige Schuhe und liebe es zu shoppen. Da bin ich sehr Mädchen", konstatiert sie und fragt, ob sie die Schuhe ausziehen kann. Während sie am Boden herumdoktert, fällt ihr ein, dass sie Brigitte Bardot mag. Wegen ihrer Art sich zu schminken und wie sie die Haare trägt - nicht etwa wegen des Tierschutzes, "da ist sie ja etwas verrückt", sagt Lott skeptisch, die aus Asthmagründen in der Familie nie ein Haustier hatte.
Dennoch: Ihre Kindheit war wunderbar. "Meine Mutter hat uns drei in drei Jahren zur Welt gebracht", lacht die Kleinste, die sich ungern bei ihrem Geburtsnamen Victoria nennen lässt. "Wenn ich ein Kind habe, soll es in Kent aufwachsen, damit es den gleichen Akzent hat. Aber vorher möch

te ich in New York oder Los Angeles leben." Und noch eine lustige Familiengeschichte hat Pixie auf Lager: Ihre Mutter war Take-That-Fan. Erstaunlich, wie die Zeit vergeht. Aber die Rechnung geht auf: Take That gründeten sich vor 19 Jahren. "Jaja, die haben Fans aus zwei Generationen", weiß Pixie, die die Ex-Boyband auch mag und sogar ein Cover zu "Never Forget" eingesungen hat.
Vor der Menschenmenge, die sie beim Take-That-Konzert sah, vor 80.000 spielen zu dürfen, wäre indes für sie die Erfüllung: "Die müssen so zufrieden sein mit ihrem Leben", schlussfolgert das Mädchen mit den langen falschen Wimpern und zwirbelt eine Haarsträhne. "Warst du je auf einer Bühne? Du bekommst so einen Kick! Ich bin nie nervös, nur aufgeregt, weil es so spannend ist."
Und über was singt sie am liebsten? "Die Songs handeln von Liebe und Enttäuschung, weil 18-Jährige sich damit beschäftigen
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