Der 39-jährige rothaarige Ire, der ein wenig wie der Alm-Öhi aus "Heidi" aussieht, und die 18 Jahre jüngere kindlich wirkende Tschechin wollen zeigen, dass zwischen ihnen entspannte Atmosphäre herrsch

t. Er malt, mal seine Kollegin, dann einfach nur Striche. "Ich kritzel so vor mich hin", entschuldigt er sich, und wirkt nicht als würde er nicht zuhören, tut es aber.
Eigentlich war The Swell Season nur als ein Projekt gedacht. Das aber einen völlig anderen Stellenwert erhielt, als der Song "Falling Slowly" zu Oscar-Ehren kam. Hansard, der fast 20 Jahre mit seiner Band The Frames aktiv war, erlebte vor der Kamera und auf roten Teppichen plötzlich Ehren und Wunder, die er in seinem Leben nicht erwartet hat. Ebenso wenig wie Irglova: "Damit, dass wir weitermachen, haben wir nicht gerechnet.", sagt sie. Schließlich hat Glen seine eigene Band seit 1989. Da habt ihr angefangen, richtig?" Er nickt, blickt in die Ferne. "Ich dachte, ich würde

zum College gehen, aber es machte ja keinen Sinn, Swell Season zu stoppen, dem Glück ins Gesicht zu spucken. Also sind wir durch die USA getourt. Es gab so viele Angebote."
Aber nicht der plötzliche Ruhm, die Angebote und die Anerkennung waren für Hansard das größte Erlebnis: "Es war für mich ein wichtiger Schritt, meine Band zu verlassen, zurück zu mir und der Gitarre als Essenz", erklärt der Sänger. "Mar mit ihrem Klavier war das Paradies für mich, kreative Erregung. Und vielleicht mache ich nächstes Jahr ein Album allein oder mit den Frames, vielleicht besiegeln Mar und ich unsere Freundschaft mit einem letzten gemeinsamen musikalischen Statement ... Ich habe eine nie gekannte Freiheit, weiß, dass ich mich mit 39 nicht mehr ausdrücken

will wie ein 19-jähriger Rocksänger. Ich möchte mich auch körperlich nicht mehr so verausgaben und die konservative Idee Rock reproduzieren."
"Once" heißt einmal. Und es passiert wohl nur einmal im Leben, was diese Liebesgeschichte für die Leinwand bei dem freundlichen Musiker auslöste. Dabei wollte zuvor keiner hören, was er alleine komponierte: "Ich habe mich schon geärgert, als ich keine Resonanz erhielt", sagt Hansard. "Und als ich den Award gewann, wurde mir klar, dass es Zeit ist, mit Ausreden Schluss zu machen. Ich kann Songs schreiben. Kein Gejammer: Du kannst, also mach es. Setz dich hin und arbeite. Jetzt habe ich erlebt, dass Geburten nicht schmerzhaft sein müssen. Bei 'Strict Joy' war es ganz einfach."
Obwohl sich die beiden während der Aufnahmen getrennt haben und das Märchenhafte erloschen ist, sagt Irglova die Musik sei "etwas, das wir mit Liebe getan haben"
1
·
2