Hayden Panettiere: "Ich bin heiß genug"
Das blonde Mädchen steht aufrecht da, mit brav gefalteten Händen, und strahlt in die Kamera. "Hi, ich bin Hayden Panettiere, und ich bin heiß genug, um zu wissen, dass ich eure Aufmerksamkeit für mindestens 30 Sekunden habe. Es gibt drei Dinge, von denen ich denke, dass alle Bürger sie tun sollten: Zigaretten rauchen, John McCain wählen und keinen Sicherheitsgurt tragen." Es folgen exakt 34 Sekunden, in denen die niedliche Blondine einige wenig freundliche, teilweise sogar unflätige Worte über den US-Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im vergangenen Jahr verliert - mit einem ausdauernd strahlenden Lächeln. Der Videoclip, den Panettiere für die Webseite "Funny or die" produziert hatte, sorgte damals für einige Aufregung. Genug Aufregung immerhin, um den Clip wieder von einer Seite zu nehmen, die sich durch respekt- bis geschmacklosen Humor auszeichnet.
Wenn Hayden Panettiere eine Meinung hat, dann sagt sie die auch - sehr gerne sehr laut, vielleicht ein wenig zu laut sogar. Möglicherweise aber ist genau das nötig, wenn man mit einem Aussehen gesegne

t ist wie sie: Gerade einmal 1,55 Meter groß und zierlich, mit langen blonden Haaren und strahlend grünen Augen sieht sie aus, als könne sie kein Wässerchen trüben. Doch das passt ihr gar nicht: "Die Leute sehen mich entweder als den beliebten Cheerleader oder einfach nur als Blondine. Sie halten mich für süß, dabei würde ich mich niemals als süß beschreiben, nie."
Allerdings ist Panettiere bisher noch nie mit einer Rolle aufgefallen, in der sie eben dieses Image nicht befördert hätte: Sie war als freundliche Pferdezüchtertochter zu sehen ("Im Rennstall ist das Zebra los"), als unglückliche Eiskunstläuferin ("Die Eisprinzessin"), als Cheerleader mit Geldproblemen ("Girls United - Alles oder nichts") und als Cheerleader mit übermenschlichen Kräften ("Heroes"). Jetzt kommt ihr neuer Film "

I love you, Beth Cooper" (Start: 29. 10.) in die deutschen Kinos, in dem sie - wenig überraschend - einen Cheerleader spielt. Immerhin ist ihre Beth Cooper nicht ganz wie die anderen Cheerleader: Ausgestattet mit einer äußerst losen Sexualmoral treibt sie den harmlosen Streber Denis in den Wahnsinn. Sogar eine kurze Nacktszene wurde gedreht. Kein Problem für Panettiere: "Ich fühle mich wohl in meinem Körper, und ich mag es, unbekleidet herumzulaufen." Auch ihre Eltern nahmen die Szene klaglos hin, berichtet die 20-Jährige: "Mein Dad nennt mich eine Exhibitionistin. Er sagt immer: 'Selbst als du noch klein warst, warst du schon eine totale Exhibitionistin.'"
Daran dürfte Alan Panettiere allerdings selbst einigen Anteil haben. Er und seine Frau Leslie R. Vogel, eine ehemalige Seifenopernda

rstellerin, setzten die kleine Hayden im zarten Alter von elf Monaten zum ersten Mal für eine Spielzeugwerbung vor eine Kamera. Mit fünf Jahren spielte sie ihre erste Fernsehrolle (ebenfalls in einer Seifenoper), es folgte eine lange Reihe von Kino- und TV-Produktionen. Als Hayden Panettiere im Alter von 17 Jahren ihren Durchbruch mit der Fernsehserie "Heroes" feierte, war sie schon längst ein alter Hase im Geschäft.
Das erklärt vielleicht auch, warum sie so abgeklärt mit den Medien umgeht. In den Klatschspalten finden sich eher selten reißerische Meldungen über ihr Privatleben, dafür hält sie sich mit kurzen, modisch-provokanten Äußerungen im Gespräch. Als kürzlich etwa ihre Serienfigur Claire Bennet von ihrer Zimmernachbarin im College geküsst wurde, sprach Panettiere sofort darüber, wie großartig das Ganze gewesen sei: "Es ist sehr aufregend! Wenn man jung ist, experimentiert man eben und hat Spaß
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