"Blood & Chocolate: Bis(s) zum Vollmond" - Verliebt in eine Werwölfin
Junge Werwölfin verliebt sich in Normalsterblichen. Nein, auch wenn der Untertitel "Bis(s) zum Vollmond" für die Free-TV-Premiere dreist bei der Vampir-Erfolgs-Saga "Twilight" geklaut ist ("Bis(s) zum Morgengrauen") - die Story von "Blood & Chocolate" (2007) ist es nicht. Die Horror-Romanze der deutschen Regisseurin Katja von Garnier basiert auf dem gleichnamigen Roman von Annette Curtis Klause, und der entstand lange vor Bellas und Edwards Ära. Aber natürlich lässt sich im Rausch der Blutsauger-Romantisierung mit dem Film, der in Deutschland nie ins Kino kam, für ProSieben perfekt Trittbrett fahren: Schließlich startet nun "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" (26.11.), die heiß ersehnte "Twilight"-Fortsetzung, in der sich auch Bella mit Werwölfen konfrontiert sieht ...
Vier Regisseure wurden seit 1997, als das Unternehmen Metro-Goldwyn-Mayer die Filmrechte an dem Roman erwarb, für den Werwolf-Stoff engagiert. Aber erst die Deutsche Katja von Garnier realisierte das

Fantasy-Projekt. Und wie der Titel eigentlich schon andeutet: Neben blutigen Actionszenen bietet der Thriller auch eine ganz passable Lovestory. Im Gegensatz zu "Twilight" war die DVD in Deutschland jedoch erst ab 16 Jahren freigegeben.
Die Waise Vivian (Agnes Bruckner) lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Astrid (Hollywood-Ausflug für Katja Riemann) in Bukarest und wirkt wie eine gewöhnliche junge Frau. Doch der Schein trügt, denn sie verbirgt ein dunkles Geheimnis: Wenn Freiheitsdrang und Jagdsinn überhandnehmen, verwandelt sich die attraktive Schokoladenverkäuferin in einen Werwolf. Das Rudel wird von dem charismatischen Absinthproduzenten Gabriel (Olivier Martinez), dem Vivian als künftige Partnerin versprochen ist, angeführt.
Als der Comiczeichner Aiden (Hugh Dancy, ab 10.12. in der Kinokomödie "Adam" in der Titelrolle zu sehen)

in das Leben der Werwolf-Schönheit tritt, ist es mit der kritiklosen Gefolgschaft erst mal vorbei. Vivian verliebt sich in den gebildeten Mann, der sich schnell als angenehmer Kontrast zu der tierischen Sippe erweist. Der eifersüchtige Gabriel ist von der neuen Liaison wenig begeistert und befiehlt seinem Sohn Rafe (Bryan Dick), den "Störenfried" zu verjagen und notfalls auch zu töten. Vivian muss sich für eine Seite entscheiden ...
Die rund 25 Millionen Dollar teure US-Produktion "Blood & Chocolate" blieb jedoch an den Kinokassen in den Staaten weit hinter den Erwartungen zurück. Kritiker warfen dem in Rumänien gedrehten Horrorstreifen eine lahme Inszenierung und hölzerne Schauspieldarbietungen vor. In der Tat ist das düstere Märchen weder eine darstellerische Offenbarung noch ein innovativer Fantasyfilm, bietet aber immer noch akzeptable Genrekost.
Ausstrahlung am 23.11.2009 um 20:15 Uhr auf ProSieben
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Autor: Mona Petri/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / 2007 Kinowelt GmbH
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