Gibt's Songs, die Ihr für Euch wiederentdeckt habt?

Weber: Das gab's oft. Da wir die Lieder sowieso immer komplett von vorne aufgerollt und betrachtet haben, gab's schon welche, zu denen wir einen Zugang fanden, die uns vorher nicht so viel Spaß gemacht haben.

teleschau: Wie zum Beispiel?

Weber: "Sieben Tage, sieben Nächte". Das ist ja ein komplett verändertes Lied. Das hat schon Spaß gemacht, wir haben's auch öfter mal gespielt, aber schon hauptsächlich, weil's das Publikum halt immer ganz gut findet. Und da waren wir eine Woche lang auf einer Hütte, widmeten uns der Musik, irgendwo in den Bergen. Und im Schnapsdelirium entstand dann dieses Lied. Das ist schon der Song, der bei den Leuten am meisten hängen bleibt, und auch uns hat das Spaß gemacht, dieser Zigeunerwalzer, der dann so ausartet.

teleschau: Mal abgesehen von der Locationssuche: Was war die größte Herausforderung für Euch?

Weber: Dass man uns dazu bringt, zu proben. Wir hatten ja immer das Motto: "Ohne proben nach oben". Und das hat sich jetzt tatsächlich geändert in: "Mit viel üben nach drüben". Wir holten Tobi (Kuhn, die Red.) und Dave (Andersen, die Red.) von Monta ins Boot, so als musikalische Hilfestellung. Und die mussten uns erst mal in den Arsch treten. Dass es eben nicht geht, nur zwei Mal in der Woche zu proben und sich dann da hinzusetzen.

teleschau: Klingt nach einer wirklichen Anstrengung ...

Weber: Ja, der Rüde holte sich sogar extra einen Lehrer. Er konnte ja vorher keinen Ton Kontrabass spielen, setzte sich sechs Monate intensiv mit dem Kontrabass-Lehrer auseinander. Und lernte das vollkommen neu. Peter hatte auch Gesangsunterricht. Nur ich: Ich kann halt alles (grinst). Ich muss nicht viel üben.

teleschau: Ach, komm ...

Weber: Na ja, es gab dann doch eine Sache, die mich beim Proben tatsächlich zur Weißglut brachte: Immer wieder die Aufforderung, doch leiser zu spielen. Ich hab irgendwann gesagt: "Ihr blöden Arschlöcher, macht's halt selber." Aber ich war am Anfang immer zu laut, es holperte und polterte.

teleschau: Hattet Ihr zu irgendeinem Zeitpunkt mal Angst, dass die Sache in die Hose gehen könnte?

Weber: Wir hatten keine Angst, dass das musikalisch nicht hinhaut. Irgendwann war das einfach ein Automatismus. Wir probten das wirklich so oft und hatten so einen tollen Rückhalt durch die anderen Musiker, dass wir wussten: Das Set, das steht einfach, da kann uns nix umbringen. Aber als es dann drei Tage vor dem Auftritt hieß, dass Tobi, der Gitarrist, nicht mitmachen kann, weil er krank war

1 · 2 · 3 · 4

Tageshoroskop bei Yahoo!
 
Lifestyle RSS Feed
Lifestyle auf mein Yahoo!
Die häufigsten Fragen zu RSS 
 
 
Copyright © 2009 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten
Wir über uns - Hilfe - Jobs@Yahoo! - Yahoo! Services - Datenschutz - AGB - Impressum - Copyright-Richtlinien