" Die Rolle zum Klischee des Matthew McConaughey, so könnte man meinen. Doch das Leben zeichnet seine Charaktere oft ein wenig feiner als es die Klatschspalten der Hollywood-Geschichtenjäger zu tun pflegen.
Zu seinen Ex-Freundinnen, darunter Sandra Bullock, Ashley Judd oder Penélope Cruz, habe er fast ausnahmslos ein gutes bis inniges Verhältnis, so McConaughey: "Zum Glück habe ich relativ wenig verbrannte Erde hinterlassen. Viele Leute finden das seltsam, vor allem in den USA ist es unüblich, mit der Ex in Kontakt zu bleiben. Ich konnte nie verstehen, warum man einen Menschen, den man mal geliebt hat, nach der Trennung komplett aus seinem Leben streichen soll."
Auch hier bleibt Matthew McConaughey also ganz der fröhliche American Sunnyboy. Selbstzerfleischung ist ebenso wenig sein Ding wie das Verkomplizieren der Verhältnisse. Der peacige Surfer und Musikfan, der Sport- und Fitness-Maniac, der das Campen in freier Natur jederzeit dem Luxus eines Fünf-Sterne-Hotels vorzieht, er wird wohl noch länger das Klischee der Oberflächlichkeit bedienen müssen.
Nach seinem Durchbruch mit der John-Grisham-Verfilmung "Die Jury" (1996) hat man ihn vor allem immer wieder in romantischen Komödien gesehen. In prototypischen Filmen wie "The Wedding Planner" (2001) oder "Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen" (2003). Im vergangenen Jahr stand er in Ben Stillers viel gelobter Kriegsfilmparodie "Tropic Thunder" vor der Kamera, scheiterte jedoch auch mit seiner Sportkomödie "Surfer, Dude" am Box Office.
Das persönliche Lebensmotto "Just Keep Livin" machte McConaughey unter dem Kürzel "j.k. livin" zum Namen seiner Stiftung und Produktionsfirma. Mit Ersterer engagiert sich der Sohn eines texanischen Tankstellenbesitzers für Jugendliche. Auf dem kommerziellen Sektor produziert "j.k. livin" Filme, aber auch Musik wie die des Reggaekünstlers "Mishka". Seiner nächsten großen Herausforderung, dem nahenden vierzigsten Geburtstag, stellt sich der notorisch unbesorgte Schauspieler ebenso lässig wie allen bisherigen Aufgaben des Lebens.
Befragt nach dem Geheimnis seines unverwüstlich blendenden Aussehens antwortete der Prototyp des amerikanischen Football-Quarterbacks: "Ich jogge, gehe schwimmen oder surfen - Hauptsache an der frischen Luft. Die beste Art, seinen Körper in Form zu halten, ist aber immer noch Sex." Besser hätte der umschwärmte Kapitän eines US-Highschool-Teams eine solche Frage wohl auch nicht beantworten können. Matthew McConaughey hat offensichtlich kein Problem mit seinem Image - und als bekennender Kindskopf ist man ohnehin immer ein bisschen stolz auf den eigenen schlechten Ruf
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Autor: Eric Leimann/teleschau - der mediendienst
Bilder:
2008 Warner Bros. Ent.
2009 Warner Bros. Ent.
AE
Warner Bros.
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