Klaas Heufer-Umlauf: "Wie beim Oasis-Interview ..."
Schon als Kind fand er "Rudi Carrell" den schönsten Beruf, den man haben konnte. Von zu Hause bekam Klaas Heufer-Umlauf nach dem Realschulabschluss dann aber die Ansage: "Mach erst mal was Normales, und dann kannst Du machen, was Du willst, Du Spinner!" In jugendlicher Rebellion entschied er sich für das Handwerk des Frisörs und musste fortan drei Jahre lang missglückte Dauerwellen durch "Labern" kaschieren. Ein hervorragendes Moderationstraining also, das Klaas etwas später beim VIVA-Casting gewinnbringend einsetzte. Nach rund viereinhalb Jahren sagt der 25-Jährige dem einen Musikkanal nun aber Adieu und wechselt für "MTV Home" (ab 12.06., freitags, 16.30 Uhr) zum nächsten. Zudem bekommt das Nachwuchstalent eine Chance bei ProSieben: Acht Folgen lang darf er bei den Münchnern "superspots - die besten Clips im Umlauf" (ab 23.06., dienstags, 21.15 Uhr) präsentieren.
Klaas Heufer-Umlauf bleibt aber auf dem Teppich. Als nächster Raab oder Pocher, die ja einst auch von VIVA zu ProSieben gingen, sieht er sich zunächst noch nicht: "Mal schauen, was so geht. Gina-Lisa

hatte schließlich auch schon eine eigene ProSieben-Show. Die kriegt man schnell mal. Zur Not heiratet man halt", scherzt der Spaßvogel, der die besonderen Vorzüge seiner Werbe-Clip-Parade aber sogleich gekonnt anpreist. "Das wesentliche Element bin natürlich ich", lacht er. "Die Idee ist zwar so alt wie das Privatfernsehen, aber die Sendung wird natürlich ganz anders, weil ich das präsentiere und nicht Fritz Egner." Außerdem sei die redaktionelle Auswahl der Clips für dieses "erste ProSieben-Kurzfilmfestival" hervorragend.
Die Texte schreibt Heufer-Umlauf, der durch seine humorvollen Moderationen immer wieder positiv auffällt, selbst. Anders als bei VIVA - da schrieb keiner was. "Ich stellte einfach meinen inneren Monolog für eine Stunde auf laut." Voller Vorfreude steckt der gebürtige

Oldenburger nun angesichts der neuen Möglichkeiten beim großen Privatsender. Dass es nicht leicht werden könnte, das Publikum am für ProSieben eher quotenschwachen Dienstagabend zu erreichen, ist ihm aber durchaus bewusst. Die passende Ausrede hat sich Klaas für den Fall der Fälle schon zurechtgelegt: "Im Grunde ist das wie beim Oasis-Interview: Man weiß, die sind arrogant, es könnte schwierig werden, aber selbst wenn sie aufstehen und gehen, ist es nicht deine Schuld."
Wenn ihm Quoten-König "Dr. House", der zeitgleich bei der Konkurrenz (RTL) läuft, einen Strich durch die Rechnung machen sollte, bleibt Klaas aber sowieso noch seine neue MTV-Show. Bei "MTV Home" zieht er mit VJ Joko Winterscheidt und der sexy Assistentin Palina in eine TV-Wohngemeinschaft. "Das darf man sich jetzt nicht

so vorstellen wie die 'Schillerstraße'", erklärt er. Wir werden nicht schauspielern, sondern es gibt viele Einspieler und Gäste." Für Musik sei ebenfalls Platz. Auch nicht mehr selbstverständlich im Musikfernsehen. "Das ist eben heute in erster Linie trendorientiertes junges Unterhaltungsfernsehen. Es ist eine Marke, die nicht mit einem selbst mitwächst, sondern immer am Puls der Zeit und im Wandel bleiben muss."
Auch Klaas, der zur Abwechslung immer mal wieder kleinere Schauspielangebote annimmt und bereits als Jugendlicher am Oldenburger Staatstheater spielte, wollte sich verändern und nach viereinhalb Jahren VIVA mal was anderes machen. Die Senderfamilie sah das ähnlich, und so zieht er nun zur Weiterentwicklung vom "Mädchensender", wo er unter anderem "VIVA live!" und drei Jahre lang die Personality-Sendung "Klaas' Wochenshow" moderierte, in die MTV-Männer-WG: "Die ganzen geilen Frauenversteher-Sachen kann ich jetzt
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