Es ist unter den so ein bisschen abgenutzten Talkshow-Formaten - immer wieder die gleichen Gesichter, immer die gleichen Konflikte, immer das gleiche Ritual - etwas völlig Neues. Da machen sich nicht die Profis breit, sondern ganz junge Leute, die es aber Spaß macht, kennenzulernen.
teleschau: Warum waren Sie gerne Politiker?
Scherf: Ich hatte das Glück, hier im Stadtstaat Bremen so viel Nähe zu den Leuten wie nur möglich zu haben. Dass ich mich nicht immer nur auf Gremien einlassen musste, sondern mich unter die Leute mischen konnte. Das tat ich jeden Tag. Da wird man nicht beschimpft oder verkloppt, sondern damit habe ich wunderbare Erfahrungen gemacht. Das möchte ich gerne auch öffentlich machen: Dieses Ritualisieren von Macht ist eher anstrengend für alle Beteiligten. In bin dafür, dass man sich informell, direkt, ohne Umwege und ohne Barrieren verständigt, immer wieder neu orientiert und kurzschließt.
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Autor: Petra Fürst/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Senatskanzlei Bremen
ZDF / Stefan Menne
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