Der Beginn seiner Filmkarriere wird in zahlreichen Varianten überliefert. Eine geht so: 1933 - Flynn lebte gerade als Fischer in der Südsee - traf er in einer Taverne den Kameramann Herman Erben. Der

drehte gerade eine Dokumentation über Kopfgeldjäger und verpflichtete ihn nebst Yacht für seine Dreharbeiten. Von da an war Flynn für den Film gewonnen.
Doch es gibt auch eine andere Version: Für seinen Film "Unter Piratenflagge" (Fr., 19.06., 01.50 Uhr, ARD), so heißt es, habe Hollywood-Regisseur Michael Curtiz "ein passendes Gesicht zu einem Hut" gesucht, einer pompösen Kreation mit Straußenfedern. Die meisten Bewerber fielen durch. Bis Flynn kam. Die Hand am imaginären Säbel, den Hut keck zur Seite geschoben, so sei er vor Curtiz paradiert, "jeder Zoll ein Sieger". Nach fünf Schritten sei er engagiert worden.
Noch sieben weitere Filme sollten die beiden gemeinsam drehen, obwohl sie einander verabscheuten, wie immer wieder kolportiert wurde. Harmonischer verlief dagegen Flynns Zu

sammenarbeit mit Olivia de Havilland, mit der er zum ersten Mal 1935 für "Unter Piratenflagge" vor der Kamera stand. Das Erste zeigt anlässlich Flynns Geburtstages auch alle weiteren gemeinsamen Filme: "Die Attacke der leichten Brigade" (Do., 18.06., 01.20 Uhr), "Herr des Wilden Westens" (Fr., 19.06., 10.20 Uhr), "Sein letztes Kommando" (Mo., 22.06., 01.20 Uhr), "Liebe zu viert" (Di., 23.06., 02.15 Uhr), "Günstling einer Königin" (Di., 23.06., 10.20 Uhr), "Robin Hood, König der Vagabunden" (So., 27.06., 00.15 Uhr) und "Land der Gottlosen" (Di., 30.06., 00.35 Uhr).
Angeblich hatten die beiden eine Affäre, doch die heute 92-Jährige de Havilland bestreitet diesen Umstand. Immerhin war Flynn, als sie sich kennenlernten, mit Lili Damita verheiratet gewesen. Es folgten noch zwei weitere Ehefrauen

, was der Schauspieler einmal mit dem lässigen Satz kommentierte: "Die Frauen lassen nicht zu, dass ich ledig bleibe, und ich lasse nicht zu, dass ich verheiratet bleibe."
Dem breiten Publikum ist Errol Flynn heute hauptsächlich durch seine Rollen als Pirat und Abenteurer in Erinnerung geblieben ist, doch der Tasmanier war auch in anderen, wenn auch nicht weniger heldenhaften Rollen zusehen: Als Amateurdetektiv in "Mr. X auf Abwegen" (So., 28.06., 01.50 Uhr, ARD), als Kriegsheld in "Auf Ehrenwort" (Fr., 03.07., 02.40 Uhr, ARD) oder als Untergrundkämpfer in einem norwegischen Fischerdorf, der sich gegen die Nazi-Besatzer auflehnt ("Aufstand in Trollness", Mo., 01.06., 01.35 Uhr, ARD).
1
·
2