Da kann man dann aus der Sicherheit der Anonymität heraus etwas versuchen.
teleschau: Warum fällt es uns so schwer, aufeinander zuzugehen?
Marquardt: Oft, so meine Erfahrung, denken die Leute viel zu weit, haben konkrete Ängste nach dem Motto: "Hilfe, wenn ich mit dem jetzt noch ein Bier trinke, muss ich auch mit ihm ins Bett." Oder: "Was ist, wenn wir heiraten und Kinder haben, wer kriegt nach der Trennung die Kleinen?" Man ist gedanklich schon bei Z und hat sich bei A noch gar nicht getraut zu fragen: "Wie heißt du eigentlich?". Man soll sich ruhig auf ein Gespräch einlassen, aber dann sagen: "Stopp. Jetzt will ich nach Hause. Vielleicht begegnen wir uns ja noch mal." Man kann die Nummern tauschen. Es wäre schön, wenn wir alle nur einen Schritt denken würden, und dann den nächsten.
teleschau: Wie bekommt man eine glückliche Partnerschaft hin?
Marquardt: Wenn ich begriffen habe, dass ich zuerst für mich selber sorgen muss. Glückliche Paare bestehen aus einzelnen glücklichen Menschen.
teleschau: Sind Sie glücklich?
Marquardt: Ich bin glücklich getrennt (lacht). Ich habe ein klasse Verhältnis zu meinem Ex-Mann, wir haben ein klasse Kind - so etwas kann gut gehen!
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Autor: Frank Rauscher/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Sat.1 / Boris Laewen
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