Protest gegen Beyoncé
Zu provokant, zu nackt, zu sexy: In Malaysia liefen religiöse Gruppen Sturm gegen Beyoncés Bühnenoutfit. Die Sängerin zog Konsequenzen.
Dann eben nicht! Nachdem Beyoncé Knowles zunächst versucht hatte, die aufgeregten Proteste gegen ihre heißen Konzert-Kostüme und Choreographien zu ignorieren, wurde es ihr jetzt zu bunt. Kein Wunde
r: Bei so viel Lärm um ein bisschen Stoff. Aber gerade das "bisschen" ist das Problem: Wie "Spiegel Online" berichtet, gelten für Bühnenauftritte in Malaysia strenge Kleidervorschriften. Im überwiegend muslimisch geprägten Land müssen Frauen von den Schultern bis zu den Knien bedeckt sein. Sängerinnen wie Gwen Stefani oder Avril Lavigne sind bereits in Malaysia aufgetreten. Beyoncé dagegen möchte sich nicht anpassen. Schon einmal, 2007, hatte sie ein Konzert nach Protesten ins liberale Indonesien verlegt. Und auch jetzt gibt sie nicht nach.
Zu sexy für Malaysia
Am 25. Oktober wollte sie in Malaysia auftreten, doch wieder hatte sich die Pan-Malaysische Islamische Partei ereifert und die Absage des Konzerts gefordert, weil es eine Werbung für "sexy westliche Performanc
es" sei. Wo diese Hardleiner Recht haben, haben sie recht: Ein bessere Werbung für sinnliche "Westlichkeit" als Beyoncé mit ihren hinreißenden Choreographien, scharfen Looks und der Wahnsinnsstimme gibt es kaum. Da könnte es schon passieren, dass sich manch ein Mann oder eine Frau denkt, was wohl so schlimm an ein bisschen nackter Haut und fröhlicher Leidenschaft ist. Und das wollen die Herren natürlich vermeiden. Beyoncé selbst will ihnen dabei nun nicht mehr om Weg stehen und das ist auch gut so. So angemessen es ist, sich als Tourist den Sitten des Gastlandes anzupassen - als Künstlerin muss man sich nicht verbiegen lassen.
Galerie
Ein Glück für uns, dass wir in einem freien Land leben, und Beyoncés Performances ebenso unbeschwert bewundern dürfen, wie ihre tollen Looks. Galerie zum Sofortgenießen: So sexy ist Beyoncé auf der Bühne...
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Autor: Leadsatz GmbH