"Dumm und Dümmerer" - Schwach und Schwächerer
(tsch) Was ist der Superlativ von "dumm"? "Dümmerer", lautet hier die Antwort - zumindest, wenn man über den geistigen Horizont von Harry und Lloyd verfügt. 1994 kamen diese beiden Figuren (damals gespielt von Jim Carrey und Jeff Daniels) zum ersten Mal auf die Leinwand, und mit ihnen erklärten die Farrelly-Brüder Schwachsinn in Reinform als kinofähig. "Dumm und dümmer" läutete eine Serie von unterbelichteten Kinohelden und Komödien ein, die immer tiefer unter die Gürtellinie rutschten. In Sachen Fäkalwitz steckt "Dumm und Dümmerer" (2003), die Fortsetzung der Hitkomödie, die Lloyd und Harry als Teenager präsentiert, noch in den Kinderschuhen - was allerdings ihr einziger Pluspunkt ist. kabel eins wiederholt den Klamauk nun ...
Harrys Mutter (Mimi Rogers) hat ihren Sohn Harry (Derek Richardson) bisher zu Hause selbst unterrichtet und schickt ihn nun als Teenager in die Schule, um einen guten Freund zu finden. Schon auf dem W

eg dorthin prallt das zukünftige Dummkopf-Duo im wahrsten Sinne aufeinander. Lloyd (Eric Christian Olsen) und Harry erkennen gleich ihre Geistesverwandtschaft. Während sie sich noch einleben, schmiedet der intrigante Direktor mit der Cafeteria-Chefin schon finstere Pläne: Sie wollen Kapital aus der Dummheit der beiden schlagen, indem sie Fördergelder für sie beantragen, um diese in die eigene Tasche zu stecken. Doch eine Reporterin der Schülerzeitung kommt der Sache auf die Schliche.
Das Gag-arme Prequel kommt nicht in die Gänge und kann auch nicht auf den Überraschungseffekt des ersten Teils bauen. Alberne Aktionen mit ausgiebigen Bad-Taste-Einlagen reihen sich nahtlos ohne Atempause aneinander. "Dumm und dümmerer" empfiehlt sich nur für echte Fans der Schwachköpfe, die etwas mehr über

die Jugendjahre ihrer beiden Helden erfahren wollen. Eric Christian Olsen fällt dabei die undankbare Aufgabe zu, die Rolle von Jim Carrey, der sich mit Teil eins als Comedy-Superstar etablierte, zu übernehmen. Er wurde von Regisseur Troy Miller angewiesen, gar nicht erst nicht zu versuchen, Carrey zu imitieren. Das ging in die Hose, Olsen fand keinen eigenen Weg - wie sollte er auch - und wirkt wie ein schlechter Epigone.
Der Karriere des 31-Jährigen scheint dieser Auftritt jedoch nicht geschadet zu haben. Zwar in Nebenrollen, jedoch an der Seite namhafter Kollegen wird Olsen in den kommenden Monaten im Kino zu sehen sein. Am 9. Oktober startet der Thriller "Eagle Eye" (mit Shia LaBeouf), darüber hinaus drehte er mit Elisha Cuthbert und Tim Allen die Komödie "The Six Wives of Henry Lefay".
Ausstrahlung am 04.08.2008 um 20:15 Uhr auf kabel eins
Autor: Bernd Fetsch/teleschau - der mediendienst
Bilder:
kabel eins / Warner Bros
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