"Final Destination 2" - Wenn der Sensenmann zweimal klingelt
(tsch) Der Tod ist ein unglaublich schlechter Verlierer. Wer ihm von der Schippe - pardon - Sense durch Geschick, Zufall oder Vorahnung springt, muss mit üblem, aber äußerst einfallsreichem Nachtreten rechnen. Das war im ersten Teil der "Final Destination"-Reihe so, die 2000 ihren Anfang nahm, ist in der Fortsetzung (2003) so, die ProSieben nun wiederholt, und dürfte auch im vierten Kapitel der Horror-Mystery-Mär so bleiben, der Anfang des nächsten Jahres in den Kinos starten soll.
Hier ist's kein Flugzeugabsturz wie im Original oder der Crash einer Achterbahn ("Final Destination 3"), dem es zu entrinnen gilt: Collegestudentin Kimberly (A.J. Cook) will gerade auf den Freeway fah

ren, als sie die düstere Vision von einer Massenkarambolage ereilt, in der auch sie selbst den Tod findet. Sie blockiert mit ihrem Auto die Zufahrt und rettet so den Autofahrern hinter ihr das Leben - vorerst. Denn der Tod hat schon einige unappetitliche Ideen, um das Schicksal der davongekommenen Menschen zu erfüllen. Die werden fortan nach dem Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip der Reihe nach enthauptet, aufgespießt, zerstückelt oder zerquetscht.
"Wie viel Horror verträgt der junge Zuschauer?" - Mit dieser Frage scheint David R. Ellis die Regie der Fortsetzung übernommen zu haben. Der langjährige Stuntkoordinator dreht das teen-orientierte Todeskarussell diesmal noch ein bisschen schneller, noch ein bisschen blutiger. Da geht den Schauspielern schnell der Atem aus, was sich in

allzu hölzernen Dialogen auswirkt. Der typische schwarze Humor des Genres "Teenie-Horror" und des Originals bleibt jedoch erhalten. Ob Ellis dies auch beim vierten Teil gelingt?
Ausstrahlung am 15.06.2008 um 22:15 Uhr auf ProSieben
Autor: Gerd Hilber/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Warner Bros. Television
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