"Musa - Der Krieger" - Großes Kino mit Überlänge
(tsch) Das Heldenmärchen "Musa - Der Krieger" (2001) ist gewiss kein schlechter Film - trotz zahlloser Scharmützel und rollender Köpfe auch kein Schlächterfilm. Aber er ist zu lang. Viel zu lang. Rund drei Stunden dauert diese viel bejubelte Free-TV-Premiere bei RTL II, die wie viele episch angelegte Eastern vor allem auf ihre Bildgewalt baut.
China im Jahre 1375: Eine koreanische Diplomaten-Delegation gerät mitten in eine blutige Fehde zwischen den mongolischen Yuan und den chinesischen Ming, die sich um den vakanten Kaiserthron streiten.

Von den Ming der Spionage beschuldigt und kollektiv in die Wüste geschickt, treffen die Mannen des hitzköpfigen Generals Choi Jung (Jin-mo Joo) an einer Oase auf ein Rudel Yuan mit einer gefangenen Ming-Prinzessin (Ji Yi Zhang, "Tiger & Dragon", "Die Geisha") im Gepäck. In der Hoffnung, die Ming gnädig zu stimmen und ihre diplomatische Mission doch noch erfolgreich zu beenden, befreien sie das Blaublut und fliehen zu einer Festung an der Küste. Da diese jedoch verwaist ist, müssen sich der General, seine Mannen und ein befreiter Sklave Yeo-Sol (Woo-sung Jung), der sich nicht nur als ausgezeichneter Kämpfer, sondern auch als Womanizer erweist, alleine gegen die anrückenden Mongolenhorden verteidigen ...
"Musa - Der Krieger" gehörte lange Zeit zu den teuersten koreanischen Produktionen.

Angesichts der bombastischen Ausstattung und der ausufernden Schlachtenszenen verwundert dies nicht weiter. Letztere zählen mit ihren beeindruckenden Martial-Arts-Elementen sicherlich zu den Stärken dieses historischen Brockens, der seinen Charakteren aber immer noch genügend Raum zur Entfaltung lässt.
Ausstrahlung am 08.08.2008 um 20:15 Uhr auf RTL II
Autor: Gerd Hilber/teleschau - der mediendienst
Bilder:
RTL II
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