"Hongkong Crime Scene" - Ganz viel Ballerei
(tsch) Wenn in einem Film aus Hongkong geschossen wird, dann reicht selten ein einziges Magazin. Auch in "Hongkong Crime Scene" (2005) knallt es so oft, dass die Platzpatronenindustrie der ehemaligen britischen Kronkolonie sicher gejubelt hat. Aber neben der explosiven Action versucht sich Regisseur Benny Chan in seinem futuristisch bebilderten Cop-Thriller auch an einer recht ambitionierten Story um Liebe, Verrat und Wahnsinn. Das ZDF zeigt die Free-TV-Premiere zu später Stunde im Rahmen einer Eastern-Reihe.
An dem Tag, als seine Frau spurlos verschwindet, verfällt Hongkongs große Polizeihoffnung Suen (Aaron Kwok) in tiefe Depressionen. Einige Jahre später spielt ihm das Schicksal erneut übel mit. Nachdem

ein Kronzeuge, den Suen bewachen sollte, erschossen wird, ermittelt der Cop auf eigene Faust. Er will eine Verbindung zwischen dem Mord und dem Angeklagten Yiu (Gallen Law) beweisen - macht bei seinen Nachforschungen aber eine Entdeckung, die ihn aus der Bahn wirft: Im Umfeld der mutmaßlichen Killer trifft er seine Frau wieder - zumindest sieht Amy (Angelica Lee) genauso aus wie seine große Liebe Fong. Suen muss fortan nicht nur gegen die Triaden in Hongkong kämpfen, sondern auch versuchen, bei Verstand zu bleiben.
Aus dieser Konstellation entwickelt Regisseur Benny Chan ("Jackie Chan ist Nobody", "New Police Story") ein hochglänzendes Actionspektakel mit rasanten Verfolgungsjagden und unzähligen Schießereien. Dem hervorragend fotografierten Film fehlt allerdings die Logik, um die viele

n Handlungsstränge und Personen miteinander zu verbinden. Die großen Ambitionen des Regisseurs sind erkennbar, es mangelte ihm jedoch an Konsequenz, sie ausgefeilt umzusetzen.
Ausstrahlung am 20.08.2008 um 00:45 Uhr auf ZDF
Autor: Andreas Fischer/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ZDF / Tam Wing-sum
Zur Bilder-Galerie
Weiterführende Links