Es war 1999 der Promiskandal schlechthin: Der damals noch verheiratete Boris Becker hatte eine Blitz-Affäre mit dem russischen Model Angela Ermakova. Ergebnis neun Monate später: Töchterchen Anna.
Romantisch war die Zeugung des süßen Mädchens allerdings nicht. Nur wenige Minuten Leidenschaft in einer Besenkammer des Londoner Nobel-Restaurants "Nobu" genügten. Der Skandal ist seit zehn Jahren Geschichte, die "Besenkammer" ist zur Legende und zum launigen Synonym für bedeutungslosen Sex mit Folgen geworden.
Es war die Treppe
Doch jetzt ist alles doch anders gewesen: Im Interview mit der britischen Fernsehsendung "ITV1´s Lifestories" enthüllt Becker die Wahrheit. Wer allerdings auf eine schönere Liebes-Location als einen Abstellraum gehofft hat, wird enttäuscht. Becker wörtlich laut der britischen Zeitung "The Sun": "Ich weiß nicht, ob eine Toilette ein besserer Platz ist, aber es passierte auf einer Treppe – zwischen zwei Toiletten. Dort gab es keine
Besenkammer." Und als ob das nicht schon glanzlos genug wäre, fügt er noch hinzu: "Es war noch nicht mal eine Affäre. Es war ein Akt und das Ganze dauerte fünf Sekunden." Wie Boris weiter berichtet, habe er nach seiner Niederlage in Wimbledon seinen Rücktritt vom aktiven Tennissport beschlossen. Diesen wichtigen Schritt in seinem Leben wollte er mit Freunden im "Nobu" begießen. Doch alle sagten ab, er war allein und lernte Angela Ermakova kennen....
Arme Anna, musste sie bislang mit der Besenkammer-Legende leben, hat sie nun die Toiletten-Treppe am Hals. Keine schöne Sache für das Mädchen, das ohnehin dank Paparazzi und überehrgeiziger Mutter ein Leben in der Öffentlichkeit führt. Schade, dass Boris, der sonst immer bemüht scheint, seiner Tochter ein behüteteres
Dasein zu verschaffen, nun mit eigenen Aussagen erneut für Schlagzeilen sorgt.
"Ich liebe sie sehr"
Stolz ist Becker allerdings nicht auf die Affäre: "Ich fühlte mich schuldig, ich schämte mich. Es war der letzte Tag meiner Tenniskarriere, und ich hatte nichts Besseres zu tun als meine Frau zu betrügen." Betont aber: "Aus Fehlern lernt man. Es hat mich meine Ehe gekostet, für ein paar Jahre auch mein Privatleben. Aber Anna ist kein Fehler. Ich habe eine tolle Tochter. Heute möchte ich sie keine Minute mehr missen. Ich liebe sie sehr." Na dann wäre es doch schön, wenn man bzw. Boris künftig die Affäre ruhen lassen könnte. Würde sicher auch seine zweite Frau freuen. Im Juli heirateten Lilly und Boris, jetzt erwarten sie ihr erstes gemeinsames Kind
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