In seinem zweiten Kinoabenteuer ist Peter Parker (Maguire) die meiste Zeit damit beschäftigt, sich über seine eigenen Präferenzen im Klaren zu werden. Das geht ständig hin und her: Er liebt seine Mary

Jane (Kirsten Dunst), will ihr aber nicht verraten, dass er im Zweitberuf Menschenretter ist.
Dann wieder beschließt er, Schluss zu machen, nicht mehr 24 Stunden am Tag für die Menschheit da zu sein. Peter will lieben, will leben. Er wirft sein Spider-Man-Kostüm in die Mülltonne. Ein hübsches Bild, das sich auch in der Comicvorlage findet. Später holt er es sich wieder, und so geht es dann ewig fort. Dieses Thema ist über weite Strecken des Films ungeheuer ermüdend und mag auch nicht so recht passen in die ansonsten sehr aufwendige und effektreiche, aber eben inhaltlich bewusst unrealistische Actionverfilmung.
Natürlich gibt es auch im zweiten Teil wieder einen bösartigen Gegenspieler. Früh im Film trifft Peter Parker auf jenen Doctor Octopus (Alfred Molina), der in der Comicvorl

age eine feste Größe ist, aber hier zunächst die Energieprobleme der Menschheit lösen will. Dazu schraubt sich der Mann vier gewaltige Roboterarme auf den Rücken, um gewagte Experimente mit künstlichen Sonnen durchführen zu können. Bedauerlicherweise geht etwas schief, die Arme werden Teil seines Körpers, und sein Wesen verändert sich in Richtung Schurke.
Dabei ist dieser Doc Ock eigentlich gar kein so unsympathischer Kerl, weit weniger eindimensional, als es noch Willem Dafoe als Grüner Kobold im Originalfilm war. Der hat übrigens einen kurzen Gastauftritt in der Fortsetzung und redet seinem Sohn (James Franco) ins Gewissen. Noch immer ist er voller Wut, was Spider-Man angeht, und setzt alles daran, seine Identität zu lüften. Doch dieses Duell haben sich die Verantwortlichen für den wesentlich finsteren dritten Teil aufgehoben, der im Sommer 2007 in die Kinos kam.
Ausstrahlung am 15.11.2009 um 20:15 Uhr auf ProSieben
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Autor: Tom Ruder/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Sony Pictures Television
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