Ein "Knuff" ist erlaubt ... Constanze Rick über den Kommentar zum Boulevard (ab Mo., 26.10., auch werktags bei vox)

"Hallo, mein Name ist Constanze Rick ..." - So lädt die TV-Kolumnistin jeden späten Sonntagabend die vox-Zuschauer zum Promi-Klatsch ein. Gut 1,3 Millionen Zuschauer nehmen im Schnitt an und machen "Prominent!" mit Marktanteilen von auch mal 15,5 Prozent in der jungen Zielgruppe zum erfolgreichsten Magazin des Kölner Senders. So wagt es dieser nun, die blonde Promi-Expertin ab Montag, 26. Oktober, zusätzlich immer werktags um 15.30 Uhr auf den Boulevard loszulassen.

Das tut die ehemalige RTL-"EXCLUSIV"-Reporterin auf ihre eigene Art. "Wir wollen immer mit einem Augenzwinkern über die Stars und Sternchen berichten", so will sich Constanze Rick von vergleichbaren Fernseh-Formaten abheben. "Die meisten Texte schreibe ich daher auch selbst, da uns unsere ganz spezielle Tonalität sehr wichtig ist. Sie ist inzwischen sogar schon zu unserem Markenzeichen geworden." Damit hat sich das seit 2007 etablierte Promi-Magazin auch im vergangenen Jahr bewährt, als sich ein neuer Trend zum Klatsch und Tratsch abzeichnete: Sat.1 lässt inzwischen, ebenfalls am Sonntag, Verena Wriedt von "STARS & Stories" (22.15 Uhr) erzählen - bislang allerdings eher mäßig erfolgreich. Annemarie Warnkross tummelt sich seit etwa einem Jahr im einigermaßen populären "red! Stars, Lifestyle & More" (donnerstags, 22.30 Uhr, ProSieben) nicht nur regelmäßig in Hollywood. Sie arbeitet auch brav hauseigene Formate wie "Germany's next Topmodel" und "Popstars" in ihrer Show auf. Denn nicht nur die Lust an Star-News scheint beim Publikum gestiegen zu sein. Während sich manche Berühmtheiten zunehmend mit Agenten und Anwälten dagegen wappnen, haben - wie der Zulauf bei all den Casting-Shows nahelegt - zugleich immer mehr Menschen offensichtlich den brennenden Wunsch, selbst prominent zu sein, egal wie, und an dieser vermeintlichen Glamourwelt teilzuhaben.

Vielleicht hängt der auferstandene Trend zum Promi-Magazin auch mit einer erstaunlichen Beobachtung von Constanze Rick zusammen: "Prinzipiell haben die Deutschen in den letzten zwei Jahrzehnten überhaupt erst erkannt, dass sie auch Stars haben. Stars, die man lieben kann und über die man berichten kann." Allerdings unterscheiden die Deutschen auch ziemlich genau zwischen A- und B-Prominenz ... "Einige davon sind etwas bedeutender, andere vielleicht weniger, wobei sich Letzteres auch immer schnell mal ändern kann", gibt sich die Society-Expertin diplomatisch. "Insgesamt kann ich feststellen, dass die meisten große Lust haben, Interviews zu geben."

Und sollte das mal nicht der Fall sein, gibt's in der Promi-Kolumne noch viele andere Möglichkeiten, Skandale, Sensationen und alles, was dazwischen liegt, unterhaltsam aufzubereiten: zum Beispiel in den Rubriken "Top 5", "In und Out" oder - neu in der täglichen Ausgabe der Sendung - "Das Gerüchtebarometer". "Gerüchte sind natürlich immer sehr spannend: Ist sie schwanger oder nicht? Sind die beiden getrennt oder nicht? Wenn es um solche Dinge geht - die im Übrigen gerne auch mal von den Promis selbst gestreut werden, um im Gespräch zu bleiben - dann darf man auch darüber sprechen

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