Und, so Acher, "die Texte sind zum Teil schon sehr desillusioniert und eskapistisch, deswegen fand ich es besser, den Teil zu betonen, der auch in dieser Platte steckt und etwas Optimistischeres und Lebensbejahenderes hat."
Prag, Ljubljana, Zagreb. Später ganz Europa, Barcelona, Paris, London. Die Orte, an die The Notwist ihre Tour zum neuen Album führt, verdeutlichen das internationale Ansehen, das die Band genießt. Dieses reicht sogar bis in die USA. So führte die renommierte Online-Musikseite Pitchforkmedia "Neon Golden" unter den 50 wichtigsten Album der 2000er-Jahre, das Billboard-Magazin nannte es einen "Art-Rock-Klassiker". Die weltweite Aufmerksamkeit und die einhellig positiven Kritikerstimmen machen auch The Notwist einmal mehr sprachlos. "Gemischt", ist das einzige Wort, das der Band auf die Frage, wie man damit umgeht, einfallen mag. Hängt das womöglich auch mit den hohen Erwartungshaltungen an das neue Album zusammen, die mit solchen Lobpreisungen einhergehen? "Das stimmt schon", gibt Markus Acher zu. "Es steht eben immer im Raum, dass sich The Notwist bei jeder Platte neu erfinden müssen. Und das neue Album ist jetzt nicht total anders als 'Neon Golden'. Aber ich finde, jede der Platten muss eigentlich für sich stehen können." Und das tun sie. In unfassbarer Schönheit.
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Autor: Stefan Weber/teleschau - der mediendienst
Bilder:
City Slang
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