Probier's mal mit Ungemütlichkeit! RTL schreibt mit einer Biologie-Studentin "Miras Dschungelbuch" (So., 18.05., 23.00 Uhr)

(tsch) Eins ist mal klar: Die mitteleuropäische Vorstellung von "Wald" kann man im zentralafrikanischen Regenwald völlig vergessen. "Ich hätte nicht gedacht, dass es so Kräfte zehrend ist", stellte Mira Schickel fest. "Wir kraxelten permanent bei diesen hohen Temperaturen durchs Unterholz. Die Luftfeuchtigkeit ist auch kein Klacks. Aber ich hatte so viel Energie, weil ich so viel Neues sah!" Die 23-jährige Biologie-Studentin ist wieder zurück in Bonn, nachdem sie sich gemeinsam mit Tierfilmer Dirk Steffens für RTL an die Fersen der Flachlandgorillas im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet geheftet und dabei ihre Berufung gefunden hat. Für den Zuschauer schlägt der Sender am Sonntag, 18. Mai, um 23.00 Uhr "Die Reise meines Lebens - Miras Dschungelbuch" auf.

Dirk Steffens und Dschungel - da war doch was ... Neben RTL-Kollege Günther Jauch ist auch der Tierfilmer und Moderator ("tierzeit", vox) seit einigen Wochen Gesicht der Kampagne von Krombacher, die zusammen mit dem World Wide Fund For Nature (WWF) wieder zum Schutz des Regenwaldes aufruft: im Dzanga Sangha Nationalpark. Sollte da der ein oder andere Synergie-Effekt genutzt worden sein? Am Ende profitieren vielleicht alle davon - Sender, Brauerei, Zuschauer, Gorilla - und zumindest eine hat schon: Mira.

Plötzlich ging alles ganz schnell. Mira bewarb sich auf einen Aufruf von RTL hin für zwei Wochen Forschungsaufenthalt im Dschungel. "Und ehe ich mich versah, saß ich auch schon im Flugzeug ..." Auf dem Weg in den artenreichen Nationalpark Dzanga Sangha, wo der WWF eine Forschungsstation unterhält. Dort, im Westen der zentralafrikanischen Republik, an der Grenze zu Kamerun und Kongo, widmet Angelique Todd seit Jahren ihr Leben der Primatenforschung. "Ich habe noch nie einen Menschen mit so viel Energie gesehen", sagt Mira bewundernd. "Sie zieht morgens um sechs Uhr los, um mit den Flachlandgorillas zu wandern. Mittags kommt sie zurück und organisiert Tourismus und Verpflegung." Der Öko-Tourismus soll künftig - neben Spenden und Sponsoring - noch mehr zur Finanzierung der Arterhaltungsmaßnahmen in dem durch Wilderei und Holzeinschlag gefährdeten Gebiet beitragen. Touristen können sich bei einer geführten Tour durch das Dickicht des Regenwaldes schlagen und aus nächster Nähe Gorillas in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Die Tiere wurden zuvor "habituiert", also an gelegentlichen Besuch durch den Homo sapiens gewöhnt.

Den statteten ihnen auch RTL-Autor Wolfram Kuhnigk (er porträtierte Mira), Dirk Steffens (er porträtierte die Tiere) und Mira ab. BaAka-Pygmäen lesen die Spuren der Affen und führen sie hin zu einem unvergesslichen Erlebnis: "In dem Moment dachte ich gar nichts, weil es so unwirklich war: Der Silberrücken, das Männchen in der Gruppe, saß nur fünf Meter entfernt. Wahnsinnig schön", schwärmt Mira. Das Team erlebte sogar den "ultimativen Glücksfall", ganz genau hinschauen zu können: Die Gorillas verließen ausnahmsweise das Dickicht des Waldes und begaben sich auf eine Lichtung - einzigartige Bilder, nun auch für den Fernsehzuschauer sichtbar. Angst hatte die telegene Brünette keine. Da gab es andere Situationen: aufgebrachte Waldelefanten zum Beispiel, die ihr Revier verteidigten. "Zuerst konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein Elefant überhaupt durch den dichten Urwald kommt

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