Diese Rollenauswahl sei aber eher zufällig, beteuert Riemelt. "Vielleicht habe ich unterbewusst ein Verlangen nach pädagogischen Filmen", lacht er. Froh wäre er aber schon, wenn die Kinobesucher auch aus "Lauf um Dein Leben - Vom Junkie zum Ironman" etwas mitnehmen würden. "Dafür ist Kino gemacht worden. Es soll die Leute nicht nur unterhalten, sondern sie auch in fremde Welten eintauchen lassen und sie so nachvollziehbarer machen."
Wie positiv sich sportliche Betätigung auf den Körper, aber auch auf den Geist auswirken kann, war dem Kickboxer aus Leidenschaft schon klar, bevor er den Andreas Niedrig gab. "Es werden unzählige Hormone ausgeschüttet, man denkt sofort ganz anders", schwärmt er. Natürlich sei nicht jeder von Sucht oder Aggression kuriert, der Sport treibe, "aber es wäre besser, wenn Politiker Geld für Sport-Pädagogik oder Freizeitzentren einsetzten, als über das Jugendstrafrecht zu debattieren. Die Jugendlichen müssen wieder etwas mit sich anzufangen wissen."
Vollblutschauspieler Max Riemelt wird weiterhin keine Langeweile haben: Das Drama "Tausend Ozeane" ist bereits im Kasten, für die Coming-of-Age-Geschichte "13 Semester" steht er derzeit vor der Kamera, und ab Juni wird er unter der Regie von Dominik Graf die ARD-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" drehen. "'Carpe diem' ist mein Motto. Ich muss das alles genießen. Es ist der größte Luxus, sich aussuchen zu können, was man machen möchte. - Also, halbwegs", fügt er noch hinzu. Denn Max Riemelt ist eben bescheiden geblieben. Eine Rolle, die er niemals spielen würde, die gibt es "bis jetzt nicht", sagt er überzeugt. "Ach doch, 'GZSZ'!"
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Autor: Ute Nardenbach/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Constantin
enigma film / Kerstin Stelter
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