"John Carpenter's Ghosts of Mars" - Vergleichsweise preiswert
(tsch) Im Zusammenhang mit John Carpenter, zweifellos einem der besten, weil eigenwilligsten Regisseure der vergangenen Jahrzehnte, stellen sich zwei wirklich entscheidende Fragen: Gibt man ihm kein Geld? Oder will er keins? Immer wieder legt er Filme vor, die wunderbare Science-Fiction-Ideen und dichte Drehbücher als Basis haben, die dann aber auf der Leinwand nach B-Movie aussehen. Zugegeben, die Herstellung bewusst künstlich anmutender Atmosphäre gehört natürlich auch zu seiner individuellen Handschrift. Aber ein bisschen aufwendiger könnt's mit Blick auf die notwendige Authentizität denn doch schon sein.
Bei "Ghosts of Mars" (2001), den ProSieben nun wiederholt, ist das nicht anders. Der Film spielt auf dem roten Planeten im Jahr 2176. Betörend kühl in einigen Einstellungen, in anderen aber eben sicht

bar preiswert, sehen die schlichten Bauten aus, die Carpenter hat errichten lassen, um eine einigermaßen beängstigende Atmosphäre zu erschaffen.
Lt. Melanie Ballard (Natasha Henstridge, "Species"), Angehörige der Mars Police Force, hat den Auftrag erhalten, gemeinsam mit einigen Kollegen einen gefährlichen Verbrecher vom Mars abzuholen. James Williams (Ice Cube) zeigt sich jedoch nicht gerade kooperativ. Früh wird allen Beteiligten aber klar, dass Merkwürdiges vorgeht in der Mars-Siedlung. Erst herrscht eisige Stille, dann werden ein paar Leichen entdeckt. Es vergeht einige Zeit, bis sich ahnungslosen Zuschauern die Zusammenhänge erschließen.
Carpenter-Fans dürften es hier leichter haben. Denn thematisch erinnert "Ghosts of Mars" an den Horrorfilm "Das Din

g aus einer anderen Welt", der bereits Anfang der 80er-Jahre entstand. Hier wie dort dringt eine bösartige Macht in menschliche Körper ein, sodass die Hand voll Rechtshüter alsbald von einer Vielzahl kompromissloser Zombies umgeben ist. Lt. Ballard ist gezwungen, nun auch mit dem Verbrecher Williams zusammenzuarbeiten. Was folgt, ist jagen und gejagt werden.
Bei der Dezimierung der Guten hält sich Carpenter dann streng an die zu erwartende Reihenfolge. Überraschungen ausgeschlossen. Schade auch: Ironische Untertöne, die man aus anderen Filmen Carpenters kennt, weichen zugunsten weniger recht oberflächlicher Scherze.
Wer nicht genug vom Werk des Altmeisters bekommt, kann am Dienstag, 10.06., zur selben Zeit wieder zu ProSieben zappen. Dann zeigen die Münchner "John Carpenter's Vampires: Los Muertos" mit Jon Bon Jovi in der Hauptrolle ...
Ausstrahlung am 09.06.2008 um 22:40 Uhr auf ProSieben
Autor: Nick Petersen/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Sony Pictures Television International
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