Es muss nicht immer "DSDS" sein ... Das Erste begleitet in "Träume, Tränen, Töne" (ab 10.05., samstags, 10.30 Uhr) junge Talente beim Start an einem M

(tsch) Der Weg zur großen Musikkarriere, der führt für viele Teenies - ganz klar - über Casting, Recall und Mottoshows. Dass es abseits der Förderung durch Dieter Bohlen durchaus noch ein paar andere Möglichkeiten gibt, seine künstlerischen Ziele zu verfolgen, zeigt nun die ARD. In der 13-teiligen Doku-Soap "Träume, Tränen, Töne" (ab 10.05., samstags, 10.30 Uhr) begleitet das Erste fünf junge Neulinge bei ihrem ersten Jahr am renommierten Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar. Hier erfolgt die Ausbildung zum Berufsmusiker zwar nicht so kurz und schmerzlos wie bei RTL und Co., aber irgendwie doch wesentlich humaner.

Pauline (13, Klarinette), Han-Gyeol (12, Piano), Johannes (12, Cello), Joshua (14, Schlagzeug) und Lukas (12, Violine) sind die kleinen Stars der ARD-Produktion. Sie gehören zu den 30 Jugendlichen, die jedes Jahr die harte Eignungsprüfung überstehen und am staatlichen Spezialgymnasium angenommen werden, das gleichzeitig auch Hochbegabtenzentrum der "Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar" ist. Das "Casting" hätten die Fünf also bereits mit Bravour bestanden. Doch was folgt, ist kein Recall und kein Workshop mit der Aussicht auf schnellen Ruhm, sondern ein langes, anstrengendes und völlig unglamouröses Probejahr.

"Diese Kinder haben einen großen Willen. Sie sind zielstrebig und haben sich zum großen Teil selbst für das Gymnasium beworben", erklärt Ralf Fronz, verantwortlicher Redakteur beim MDR. "Ein Kind, das nicht wirklich will, schafft es auch nicht. Die Anforderungen dort sind derart hart, da hält man nur durch, wenn man auch Lust und Laune dazu hat." Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Schüler im Internat leben und nur jedes zweite Wochenende nach Hause fahren können, um Familie und Freunde zu besuchen.

Die Kamera ist dabei, wenn das Schuljahr beginnt, die Neulinge ins Internat ziehen, erste Freundschaften schließen und musikalische Erfolge feiern. Insgesamt nur 120 Schüler leben, lernen und leiden im Gymnasium Schloss Belvedere inmitten einer herrlichen Anlage. Das Ergebnis ist eine sehr persönliche, dichte Atmosphäre, ein freundschaftliches Zusammenleben in einer verschworenen Gemeinschaft. "Es hat schon was von 'Harry Potter'", schwärmt Fronz. "Zumal die Kinder an ihren Instrumenten zaubern können."

Doch neben Träumen und Tönen werden auch das Heimweh, das so manchen quält, und die Rückschläge nicht ausgespart. "Wir haben immer Respekt vor Privatheit. Aber auch die Tränen haben wir aufgenommen. Ein Misserfolg kann einen Menschen stark machen. Die jungen Zuschauer werden so sehen, dass sich die Kinder wieder neu motiviert aufrappeln und sagen: 'Jetzt will ich es gerade schaffen!'"

Da das Format Doku-Soap nicht unbedingt den besten Ruf hat, musste man anfänglich jedoch auch um das nötige Vertrauen bei den Schülern und ihren Eltern werben. Das Team der Produktionsfirma Kinderfilm ("Blöde Mütze!" läuft derzeit im Kino) konnte schließlich glaubhaft vermitteln, dass nichts passieren würde, was die Beteiligten schädigen könnte. "Bei jeder Abnahme sitzen alle lange zusammen und beraten sich, denn alles, was gesendet wird, hat immer eine direkte Rückkopplung für die Kinder

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