Das Ganze dauerte verdammte zwei Wochen. Es war aufgrund der Sprachproblematik sicherlich das anspruchsvollste Drehbuch, das ich je gelesen hatte. Ich hatte niemals Englischunterricht. Bei jedem englischsprachigen Film, den ich drehe, denke ich mir: Du Idiot, da hättest du dich in der Schule schon drum kümmern sollen!

teleschau: Auch wenn Sie der unbestritten größte spanische Filmstar sind, ärgern Sie schlechte Kritiken noch?

Bardem: Natürlich, denn jeder Mensch möchte doch geliebt werden! Also halte ich mich von Kritiken fern. Wer einen Film mag, der mag ihn. Wer ihn hasst, der hasst ihn eben. In diesem Beruf darf man meines Erachtens niemals den Fehler begehen, von allen geliebt werden zu wollen und sich deshalb zu verstellen.

teleschau: Haben Sie eigentlich noch Zeit für Ihr Hobby, Rugby?

Bardem: Ich habe 15 Jahre lang ernsthaft Rugby gespielt, damit habe ich fast meine gesamte Jugend verbracht. Aber mit 24 Jahren hörte ich dann auf. Immerhin hatte ich es da bis in die spanische Rugby-Nationalmannschaft geschafft.

teleschau: Sportlich beeindruckend ...

Bardem: Nun ja. Ein spanischer Rugbyspieler ist vermutlich ungefähr so virtuos wie ein japanischer Stierkämpfer.

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Autor: Kerstin Lindemann/teleschau - der mediendienst
Bilder: Tobis Film Universal

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