Die Detroit Motor Show 2008

Die Detroit Motor Show 2008
Grün, groß und kantig: Die North American International Auto Show in der Motown führt den Öko-Trend fort - ohne dabei den Spaß zu vergessen

Auf der Detroit Motor Show (NAIAS) stehen die Ampeln auf Grün: General Motors gibt die Kooperation mit einem Bio-Benzin-Hersteller bekannt, Diesel ist auf dem Vormarsch und BlueTec, Hybrid und Konsorten stehen an allen Ecken und Enden. Wirft man jedoch einen Blick auf die vorgestellten Modelle, dann ist der augenscheinliche Öko-Trend gar nicht so offensichtlich. Sportwagen erreichen neue PS-Gipfel, Geländewagen sind betont wuchtig und für alle Hügel gerüstet. Selbst den Studien ist rundherum der Spaß ins Kühlergesicht geschrieben.

Traditionell nutzen alle Hersteller die US-Messe, um ihre Geländewagen vorzustellen. Da ist es wenig verwunderlich, da sie auch den größten Teil der vorgestellten Fahrzeuge ausmachen, dass der Star der NAIAS - der Hummer HX - aus diesem Segment stammt. Ein weiterer Blickfang ist der Mazda Furai, ein Supersportwagen, der Rennstrecke und Straße mit Ethanol-Benzin erobern will.

Hummer
Der Star der Show ist der Hummer HX Concept. Sein permanenter Allradantrieb kann wahlweise auch mit Ethanol befeuert werden. Flexibel zeigt sich der Geländeprofi auch bei seinem Aussehen: Mit ein paar Handgriffen wird aus dem HX ein Cabrio.

Mazda
Neben dem Hummer das wohl spektakulärste Automobil der Messe: der Mazda Furai. Der Wankel-Motor soll zu hundert Prozent mit Ethanol laufen. Mit dem Furai führt der verantwortliche Designer Franz von Holzhausen das Nagare-Design-Konzept der Japaner fort.

Audi
Die Ingolstädter zeigen drei Neuheiten in Detroit. Spektakulär ist der R8 V12 TDI concept mit 500 PS-Diesel-Motor. Sportlicher als der TT ist der TTS, den Audi als Coupé und Cabrio zeigt.
>BMW
Auf der IAA war der BMW X6 noch als Studie zu sehen und geht jetzt in Serie. Eine weitere Neuheit ist das 1er Cabrio.

Buick
Der große Star auf dem Messestand von Buick ist das Riviera Concept Coupé. Das Design nimmt Anleihen bei der Studie Velite aus dem Jahr 2004.

Cadillac
Mit dem CTS-V versucht Cadillac, eine Mischung aus Sportwagen und Limousine zu etablieren. Herzstück ist ein 550 PS starker Motor und die Magnetic Ride Control.

Chevrolet
Der erfolgreichste Sportwagen der USA, die Corvette, erfährt mit dem 2009-Modell ZR1 eine dezente Überarbeitung. Im nächsten Jahr geht man mit 650 PS auf Kundenfang.

Dodge, Jeep
Chrysler-Tochter Dodge stellt mit dem ZEO Concept ein Elektroauto vor. ZEO steht dabei für "Zero Emissions Operation" und bezieht sich auf den 268 PS-Elektromotor.
Jeep verbaut in seinem Renegade Concept gleich zwei E-Motoren, die zusätzlich von einem Diesel-Aggregat unterstützt werden.

Land Rover
Die englische Ford-Tochter zeigt in Detroit die Studie LRX. Das Cross-Coupé ist kleiner als die bisherigen Modelle und soll durch einen geringeren Spritverbrauch überzeugen.

Mercedes-Benz
Der Stuttgarter Global-Player feiert auf der NAIAS die Premiere des GLK. Der kleine Bruder des GL setzt die Formensprache der neuen C-Klasse ins Geländewagensegment um.

Saab
Die schwedische General Motors-Tochter zeigt ein SUV-Konzept, das deutliche Anleihen bei der Studie Aero X nimmt. Besonderheit: Der Saab 9-4 BioPower fährt auch mit Ethanol.

VW
In Detroit feiert der Passat CC seine Weltpremiere. Die Wolfsburger wollen mit dem viertürigen Coupé die Lücke zwischen dem normalen Passat und dem Phaeton schließen. Angetrieben wird die edle Limousine von bis zu 300 PS starken Motoren.

Autor: Frank Volpert
Quelle: www.GQ.com

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