Inzwischen ist aus dem kühnen Projekt längst ein Klassiker geworden, der auf eingefahrenen Bahnen dahinzufahren scheint. Doch so einfach ist das nicht: Die Konkurrenz ist groß, nicht nur die beim ZDF.

Zwei Jahre arbeitete daher die Produktionsfirma Odeon an einem neuen Look. "Verjüngung" lautete das Gebot der Stunde.
Am Freitag, 05. Juni, um 20.15 Uhr, soll es mit der Folge "Das Ultimatum" so weit sein: Dann kommt der neue Look endlich auf den Schirm. Mit den guten alten Film-noir-Sehgewohnheiten ist es dann vorbei: Schnelle Schnitte, Close-ups, gefilterte Farben, Flashbacks nach dem Vorbild amerikanischer Serien, sind dann Programm. Vor allem sollen die Geschichten schneller werden, "nicht mehr so lyrisch", wie der alte Haudegen Claus Theo Gärtner betont.
Während die ZDF-Serienredakteurin Nadja Grünewald anmerkt, dass "eine kontinuierliche Anpassung des Formates unerlässlich" sei und "gerade im Hinblick auf die jüngeren Zielgruppen" das Konzept d

er Serie konsequent weiterentwickelt und modernisiert werden müsse, freut sich "Odeon TV"-Produzent Hans Joachim Mendig schon jetzt auf ein demnächst anstehendes Ereignis: "Wir arbeiten daran, dass wir den Rekord des Freitagskrimis brechen", so erklärte er jüngst in München. Sein Ziel sei es, die "Derrick"-Folgenzahl von 280 zu überholen (vom Ringelmannschen "Alten" sprach er nicht). Im nächsten Herbst werde es, "wenn alles glatt geht", so weit sein: Dann soll es "eine große Feier" geben.
Einigermaßen kurios ist die Entwicklung der Hauptfiguren im Laufe der Jahrzehnte: Der Erfinder Willschrei hatte sich einst einen gereiften knorrigen Privatdetektiv, aber einen jungen Anwalt als Partner gewünscht. Damals war dann Gärtner der Jüngere neben Strack. Doch heute

ist es so weit: Gärtner blieb und wurde knorrig, die Anwälte wechselten, und mit Paul Frielinghaus als Dr. Lessing hat Matula nun auch wirklich einen Jüngeren an seiner Seite.
"Odeon"-Produzent Mendig gesteht trotz der Konkurrenz zum deutschen Traditionsprodukt "Derrick" ein, dass die neuerliche Herausforderung aus den USA herüberkam. Die von dort zyklisch herüberschwappenden Krimiserien kamen vor ein paar Jahren mit einem neuen Look auf den deutschen Markt. "Wir nahmen uns, was für uns passend war", sagt Mendig. Bei langlaufenden Serien, müsse man in regelmäßigen Abständen ohnedies alles überprüfen. "Sonst teilt man das Los von anderen Serien, die, einzementiert, einen stillen Tod gestorben sind."
Auf die hochkarätige Besetzung der Gastrollen wird besonders viel Wert gelegt
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