Eigenhändig verfasste Songs seien schließlich, was einen Künstler und einen Entertainer voneinander unterscheide, meint Lisa und ergänzt: "Beides ist großartig. Britney ist eine tolle Entertainerin, Madonna auch. Aber als Künstler erschaffst du eben etwas Neues. Das ist uns wichtig. Und ich glaube, man wirkt auch einfach überzeugender."
Nicht künstlich, nicht Plastik, aber mit vollem Herzen Pop sein. Vielleicht kann man das Anliegen der Veronicas so zusammenfassen. Denn die beiden wehren sich gegen oberflächliche und äußerliche Popklischees und -vorurteile. "Wir wollen den Leuten zeigen, dass Popstars nicht immer nur stereotype, sonnengebräunte Blondchen sein müssen", sagt Lisa. "Du kannst dunkle Haare haben, knallroten Lippenstift tragen und ein bisschen bleich sein - so wie wir! Das ist cool. Wir sind trotzdem eine Popband. Pop ist für uns kein Schimpfwort! Pop? Das ist für uns ein Kompliment!" Das die beiden auch ohne Zögern weitergeben, an befreundete Bands wie Metro Station ("So tolle Jungs mit tollen Songs") oder die Jonas Brothers ("Von wegen Disney-Band oder nur ein Fertigprodukt, die sind sehr talentiert und mehr Rock'n'Roll als manche Möchtegern-Indie-Band").
Am deutlichsten wird ihre absolute Leidenschaft für Pop aber, als gegen Ende des Gesprächs die Sprache auf Michael Jackson und dessen anstehende Konzertreihe kommt. Da sind beide kaum noch zu bremsen, überbieten sich gegenseitig mit absurden Vorschlägen, wie man es schaffen könne, den "King of Pop" dazu zu bewegen, The Veronicas in sein Vorprogramm zu nehmen. Jessica würde ihn sofort heiraten, Lisa sogar, ohne zu zögern, sich den "kleinen Zeh abschneiden". Aber eine Popleidenschaft muss und darf ja auch mal schmerzhaft sein.
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Autor: Stefan Weber/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Warner Music
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