Miley Cyrus: Vom Bauernhof auf die Kinoleinwand

Ihre Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Beim ersten Casting für die Rolle als Hannah Montana wurde sie abgewiesen - "zu jung" war die Begründung. Doch Miley Cyrus versuchte es ein zweites Mal und bekam 2006 doch noch den Job. "Hannah Montana" (Super RTL, täglich, 19.15 Uhr) wurde zu einer der erfolgreichsten Disneyserien überhaupt. Der Beginn einer steilen Karriere. Heute zählt die 16-Jährige zu den bestverdienendsten Teenies im Business. Als Wachsfigur hat sie bereits einen festen Platz bei "Madame Tussauds" in London, und trotz ihrer jungen Jahre veröffentlichte sie bereits ihre Biografie "Miles to Go". Jetzt schaffte Miley als "Hannah Montana" sogar den Sprung auf die Kinoleinwand (Start: 01. Juni).

Miley ist die Superheldin des "Superstar"-Zeitalters: Die Figur, die sie verkörpert, führt ein ganz besonderes Doppelleben: Tagsüber ist sie eine normale Jugendliche, doch abends verwandelt sie sich in die erfolgreiche Sängerin Hannah Montana. Diese zweite Identität ist geheim, nur ihre Familie und ihre besten Freunde sind eingeweiht. Es scheint fast so, als wäre Miley Cyrus' Leben mit dem der Hannah Montana verschmolzen. Ihr TV-Dad wird von ihrem echten Vater Billy Ray Cyrus gespielt, der in der Serie wie im wahren Leben Country-Sänger ist. Mit Hannahs Serienfreundin Emily Osment zieht auch die echte Miley um die Häuser.

Und auch den Part des Popstars beherrscht Miley: Sie ist nicht nur als Schauspielerin erfolgreich, sondern singt auch noch die Soundtracks zu "Hannah Montana" selbst. Die Alben zur Serie sowie "Breakout", die erste Platte, die sie als Miley Cyrus veröffentlichte, erreichten Platz eins der US-Charts.

Dass sie nicht aufwachsen würde wie ein ganz normales Mädchen, war früh klar. Schließlich ist ihr Vater Billy Ray Cyrus als Countrysänger und Schauspieler selbst ganz gut im Geschäft. Bereits mit neun Jahren stand Miley an seiner Seite vor der Kamera. Als Disneys "Hannah Montana" wurde sie schließlich über Nacht zum Star. Miley, die als Destiny Hope geboren wurde, aber ihren Namen offiziell ändern ließ, verdient Millionen, schafft es aber dennoch, sich das Image vom netten, unschuldigen Mädchen vom Land zu bewahren.

Das scheint sie tatsächlich zu sein: Miley wuchs auf einer Farm in der Nähe von Nashville, Tennessee auf. Wenn sie nicht gerade vor der Kamera steht oder um die Welt reist, um ihren Kinofilm vorzustellen, ist sie noch immer ein Familienmensch. Vor allem die Beziehung zu ihrem Vater Billy Ray ist sehr eng. "Ich habe das Gefühl, dass ich ihm alles erzählen kann", sagt Miley. "Wenn wir heimkommen, vergessen wir sogar, dass wir zusammenarbeiten, und hängen einfach ab." Er achtet darauf, dass seine Tochter auf dem Boden bleibt. Sie müsse daheim genauso die Spülmaschine einräumen wie ihre Geschwister. Trotz ihres Erfolgs besinnt sich Miley auf ihre Wurzeln: "Es ist großartig, heim nach Nashville zu kommen und damit zufrieden zu sein, wer ich bin. Wo man herkommt, sagt viel darüber aus, wer man ist und was aus einem werden wird, wenn man älter ist."

Auch sonst pflegt sie das Image eines unschuldigen Teenies: Eigenen Angaben zufolge raucht sie nicht, trinkt nicht, ist tiefgläubig, hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, Geschwistern und Halbgeschwistern und will - wie schon Disney-Star Britney Spears damals - sogar auf Sex vor der Ehe verzichten

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