"Haunted Hill" - Spuk im Höllenhaus
Horror in der Heilanstalt - kein neues Thema, aber bei geschickter Umsetzung immer wieder dazu geeignet, den Zuschauern die Haare zu Berge stehen zu lassen. Im Gruselfilm "Haunted Hill" (1999; Regie: William Malone) spielt ein solches Anwesen die Hauptrolle. Ein Arzt hatte hier seine Patienten zu grausamen Versuchen missbraucht, bis sie 1931 den Spieß umdrehten und ein blutiges Gemetzel anrichteten, wobei sie eine Kamera laufen ließen. Die so entstandenen Aufnahmen liefern den Einstieg für die Neuverfilmung des Klassikers "House on Haunted Hill" von 1958, die vox nun wiederholt.
Freizeitparkbesitzer Steven Price (glaubwürdig-schaurig: Geoffrey Rush) ist ein rechter Spaßvogel. So veranstaltet er für seine Frau (Famke Janssen) eine Geburtstagsparty in der ehemaligen Anstalt. Je

dem der vier geladenen Gäste will Price aus unerfindlichen Gründen eine Million Dollar zahlen, wenn sie die ganze Nacht in dem Haus auf dem Hügel verbringen. Klar, dass er das Anwesen mit allerhand technischen Raffinessen ausgestattet hat, um die Mutigen das Fürchten zu lehren.
Merkwürdigerweise tauchen statt der Eingeladenen vier Fremde auf, die allerdings die Einladungen vorweisen können. Nach kurzer Zeit scheint sich das Haus zu verselbstständigen: Sämtliche Türen sind wie von Geisterhand mit Stahlplatten verschlossen, und Prices Assistent, der die Schockeffekte per Mausklick auslösen sollte, sitzt mit ausgehöhltem Schädel vor seinen Monitoren. Was folgt, ist ein verzweifelter Kampf ums Überleben mit jeder Menge Splatter-Szenen.
Rätselhaft bleibt nur, warum es den Hausherrn nicht küm

mert, dass statt der geladenen Gäste Fremde kommen. Wie auch immer: Die Geschichte ist bis auf die letzte halbe Stunde, die inhaltlich überladen wirkt, spannend erzählt und lässt dem Zuschauer zwischen den teilweise spektakulären Effekten - und nicht zuletzt durch schnelle Schnitte - wenig Zeit zum Erholen. Gekonnt werden immer wieder Momente aus der Vergangenheit mit der Gegenwart vermischt - so sieht einer der Partygäste stets den Horror-Doktor, wenn er durch den Sucher seiner Kamera blickt.
Geoffrey Rush kommt im August in den USA mit dem Fantasy-Actionfilm "Laundry Warrior" in die Kinos. Darin muss sich ein asiatischer Krieger (Jang Dong-gun) in einer amerikanischen Kleinstadt verstecken. Dort trifft er auf einen Trunkenbold (Rush) und eine schöne Dame in Not (Kate Bosworth).
Ausstrahlung am 02.07.2009 um 22:30 Uhr auf vox
Zur Bilder-Galerie
Autor: Franziska Kramer/teleschau - der mediendienst
Bilder:
vox / AE
vox / MP
Weiterführende Links