Vor rund zehn Jahren filmte Martin Buchholz mehrere Porträts von Kindern in Uganda, Brasilien, auf den Philippinen und in Indien, die an Entwicklungshilfeprojekten teilnahmen. "Jetzt wollte ich wissen

, was aus ihnen geworden ist. Schließlich sprechen die Organisationen immer von nachhaltiger Entwicklungshilfe."
2006 und 2008 entstanden die Reportagen "Zukunft für Nalongos Kinder? Aidswaisen in Uganda" und "Josephines Traum - ein Müllkind in Manila". Jetzt widmet sich der Grimme-Preisträger der inzwischen 23 Jahre alten Mahalakshmi. In Rückblenden zeigt die Reportage noch einmal, unter welchen Bedingungen das Mädchen mit seiner Familie am Rande des Steinbruchs lebte und wie es von seinen Ängsten sprach: "Ich habe Angst davor, dass die herumfliegenden Felsbrocken irgendwann unser Haus treffen."
"Sie war extrem schüchtern", erinnert sich Martin Buchholz. "Und sie bekam in der Schule auch sehr schlechte Noten. Ich glaubte damals nicht, dass sie durch die höhere

Schule kommt." Aber Mahalakshmi überrascht alle. Nicht nur beendet sie ihre Schulausbildung erfolgreich, sie erlernt auch den Beruf einer Schneiderin. Inzwischen ist sie in einem Betrieb fest angestellt und verdient so viel wie ihre beiden Eltern zusammen.
"Dadurch wurden die Lebensbedingungen der Familie enorm verbessert", berichtet der Filmemacher. Sie lebt zwar noch immer im selben Dorf, konnte aber eine größere Wohnung mit Stromanschluss beziehen. Die jüngere Schwester wolle nun ebenfalls die Schule abschließen und eine Schneiderlehre machen. "Mahalakshmi ist ein wunderbares Vorbild für ihr Umfeld."
Im vergangenen März kam die junge Frau sogar nach Deutschland, um bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Kindernothilfe ihre Geschichte zu erzählen. Den Vorwurf, sich ein besonders positives Beispiel herausgesucht zu haben, weist Martin Buchholz nachdrücklich zurück: "Vor zehn Jahren war schließlich nicht klar, wie sich die Dinge entwickeln würden." Natürlich handle es sich um ein einzelnes Schicksal.
Trotzdem sei der Film ein Plädoyer für gezielte Entwicklungshilfe, die vor allem über das Grundlegende hinausgehen sollte: "Es geht um mehr als Essen, Trinken und Kleidung. Häufig wird unterschätzt, wie wichtig die psychosoziale Begleitung ist." Für die Kinder sei es wichtig zu erleben, dass es Menschen gibt, denen ihr Schicksal nicht egal sei. "Selbstbewusstsein vermitteln, auch emotional für die Kinder da sein - eigentlich ist der Film ein Plädoyer für die kleinen Dinge
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