Eva Herzig: Alles eine Frage der Balance

Der wichtigste Mann an der Seite von Eva Herzig bei den Dreharbeiten in Gmunden am Traunsee ist nicht ihr Ehemann und auch nicht Filmpartner Hardy Krüger Jr. Nein, Sohn Moritz ist die Nummer eins. Deshalb müssen auch alle anderen warten - Kollegen, Produzenten und Journalisten -, bis der kleine Mann eingeschlafen ist, bevor sie mit Mama sprechen können. Eva Herzig balanciert gekonnt und gut gelaunt zwischen der Versorgung ihres Babys und den Arbeiten an dem neuesten Lilly-Schönauer-Film "Glücklich gemanagt" (ARD), dem ersten Dreh der Schauspielerin seit der Geburt ihres Sohnes. Von Stress oder Belastung ist nichts zu spüren, wenn die 36-Jährige über ihre Mutterrolle oder ihren Filmpart als Konditorin Paula berichtet. Im Gegenteil, die gebürtige Salzburgerin, die seit 2005 als Caroline Behrens in der RTL-Krimireihe "Doppelter Einsatz" zu sehen ist, wirkt beneidenswert entspannt und ausgeglichen.

teleschau: Ihr Sohn Moritz ist erst viereinhalb Monate alt. Aber Ihrer Figur sieht man nicht an, dass Sie erst vor Kurzem schwanger waren ...

Eva Herzig: Danke.

teleschau: Haben Sie trainiert, um wieder schlank zu werden?

Eva Herzig: Nein, erstaunlicherweise war das gar nicht nötig. Ich nahm auch während der Schwangerschaft nicht so viel zu, und der Bauch war ganz schnell wieder weg. Ich musste keinen Sport machen, sondern nur stillen. Vielleicht lag es ja daran (lacht).

teleschau: Sind Sie denn ebenso begeistert von Süßem wie Ihre Rolle?

Eva Herzig: Ich liebe Schokolade! Das macht die Dreharbeiten fast ein bisschen schwierig (lacht). Nein, natürlich ist es sehr schön, umgeben von Torten und Pralinen zu arbeiten. Nur würde ich am liebsten die ganze Zeit essen.

teleschau: Dürfen Sie denn nicht probieren?

Eva Herzig: Doch, doch. Aber nicht so oft, wie ich gerne würde (lacht).

teleschau: Hatten Sie schon vor den Dreharbeiten eine Verbindung zu Gmunden?

Eva Herzig: Als Österreicherin kannte ich den Ort zwar, aber eine Verbindung gibt es erst durch diesen Film. Aber ich genieße es sehr, hier zu sein. Wir wohnen in einer Ferienwohnung direkt am See, und der Ausblick ist schon fantastisch. Es ist ein richtiges Privileg, an so einem schönen Ort arbeiten zu dürfen.

teleschau: Wollten Sie schon immer Schauspielerin werden?

Eva Herzig: Ich wollte zumindest immer auf der Bühne stehen. Wenn ich als Kind eine Oper sah, wollte ich Opernsängerin werden, und wenn ich im Zirkus war, Zirkus-Prinzessin. Als einzige Alternative hätte ich mir noch Lehrerin vorstellen können. Da hat man schließlich auch ein eigenes kleines Publikum (lacht).

teleschau: Eigentlich kommen Sie vom Theater. Warum sind Sie zum Fernsehen gewechselt?

Eva Herzig: Ich sehe das nicht so sehr als Wechsel, eher als Ergänzung. Zwischendrin übernehme ich immer wieder Theaterparts. Auf der Bühne zu stehen, länger an einer Rolle zu arbeiten und den direkten Kontakt zum Publikum zu haben, ist eine schöne Abwechslung. Ich liebe beides - Drehen und Theater spielen.

teleschau: Was hat Sie bewegt, die Rolle der Paula anzunehmen?

Eva Herzig: Sie ist eine sehr aktive und unabhängige Frau, die sich durch negative Erfahrungen nicht beirren lässt und ihren Weg geht. Solche starken weiblichen Figuren reizen mich immer.

teleschau: Passt ein solches Frauenbild zu den romantischen Filmen der "Lilly Schönauer"-Reihe?

Eva Herzig: Doch, unbedingt

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