"Deep Blue Sea" - Wenn Haie rot sehen
Hai-Alarm bei ProSieben. Die Münchner lassen die beißfreudigen Meeresbewohner am späten Sonntagabend gleich mehrfach zuschnappen. Bevor es um 00.25 Uhr heißt "Shark Attack - The Killer is back" (2000), färbt sich um 22.25 Uhr in "Deep Blue Sea" das Wasser rot. Als der Film von Renny Harlin 1999 in den Kinos auftauchte, waren die Kritiker skeptisch. Die Formel "Hai vs. Mensch", verallgemeinert "Horror zu Wasser", erschien vielen etwas verbraucht. Doch der Regisseur hat keinesfalls eine reine "Der weiße Hai"-Adaption abgedreht. Vielmehr entwickelte der Finne das Genre in dem Schocker weiter, wie nun erneut zu sehen ist.
Ein netter Ort, um nach einem Heilmittel gegen Alzheimer zu forschen: Dr. Susan McAlester (Saffron Burrows) und ihre "Deep Blue Sea"-Kollegen leben irgendwo vor Kalifornien auf der Forschungsinsel Aqu

atica - gemeinsam mit einer Gruppe genmanipulierter und latent durchgedrehter Haie, an denen sie Experimente durchführen. Eines Tages passiert das, was aus einer harmlosen Naturdoku einen Horror-Schocker macht: Ein schlimmes Unwetter sorgt dafür, dass a) die Gänge der Insel geflutet werden müssen, b) der Funkverkehr zum Festland abbricht und c) die knapp zwölf Meter langen Haie freikommen.
Was folgt, ist das klassische Katz-und-Maus-Spiel. Langsam, aber sicher wird die Besatzung dezimiert. Wer bleibt wohl übrig? Vielleicht der Haipfleger Carter Blake (Thomas Jane)? Oder Geldgeber Russell Franklin (Samuel L. Jackson)? Oder doch der bibelfeste Koch Sherman "Preacher" Dudley (grandios: LL Cool J)? Das Ergebnis überrascht durchaus.
Natürlich wirken die Digital-Haie nur selten realistisch. Und na

türlich verfügt das Drehbuch sowohl über logische Schnitzer als auch über eine völlig hanebüchene Darstellung des Wissenschaftler-Berufes. Auch der geläuterte Schwarze, der mit Bibelsprüchen um sich wirft, ist nicht ganz neu. Egal, alles egal. "Deep Blue Sea" ist ein so schneller Film, dass das nicht weiter auffällt. Die gut 100 Minuten lange Metzelsuppe überzeugt durch reichlich Action, ein paar witzige Dialoge und ein nettes Ende. Renny Harlin ("Stirb Langsam 2", "Cliffhanger") kann so etwas nämlich. Derzeit ist der 50-Jährige mit dem Actionfilm "Zwölf Runden" im Kino. Wrestling-Star John Cena muss hier als Cop gegen einen menschlichen Bösewicht antreten, der ihn für den Tod seiner Freundin verantwortlich macht und Rache nehmen will.
Ausstrahlung am 28.06.2009 um 22:25 Uhr auf ProSieben
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Autor: Bernd Fetsch/teleschau - der mediendienst
Bilder:
ProSieben / Warner Bros. Pictures
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