Ausdauer stoppt Zelltod

Wissenschaftler haben die gesundheitlichen Auswirkungen extremer Ausdauersportarten, wie zum Beispiel eines Marathonlaufs, unter die Lupe genommen. Offenbar stoppt die schweißtreibende Ertüchtigung kurzzeitig das im Normallfall stetig fortlaufende Absterben von Körperzellen.

Dauerlauf stärkt den Herzmuskel und die Knochen. Eine Forschungsgruppe der Universität von Rom hat Blutproben von zehn Amateursportlern mit denen von sportlich untätigen Probanden verglichen. Erstere hatten gerade eine Laufstrecke von 42 Kilometern hinter sich gebracht.

Das Ergebnis, das ausführlich im Magazin "BMC Physiology" veröffentlicht wurde, belegt: Körperliche Anstrengung verändert die chemischen Signale an die Körperzellen. Durch eine erhöhte Sirtuinaktivität wird das zelluläre Selbstmordprogramm während des Sports ausgesetzt. Diese Proteine wirken direkt in den Mitochondrien, den "Zellkraftwerken" des Körpers. "Diese chemischen Veränderungen könnten eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Knochen, Gefäßen und Gewebe spielen", so Gabriella Marfe.

Doch die Studienleiterin warnt gleichzeitig vor überambitioniertem Sportsgeist. "Untrainierte tun sich beim Training ohne professionelle Hilfe oft schwer. Derart intensiver und anstrengender Sport kann der Gesundheit auch sehr schaden." Schließlich haben vorangegangene Studien auch die negativen Auswirkungen von körperlichen Überanstrengungen belegt. Wichtig sei in jedem Fall eine ausreichende Regenerationsphase - und eine realistische Selbsteinschätzung.

Autor: Yahoo! Lifestyle

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