"Es geht nicht immer nur um Sex" - Oder doch?
(tsch) Ob zuckersüß oder superzickig: Regelmäßig glänzt Sophie Schütt in romantischen Komödien. Die hübsche Blondine scheint geradezu prädestiniert für das Genre. Vor allem für Sat.1 hat sie in den vergangenen Jahren unzählige der luftig-leichten bis seichten Filme gedreht. Unlängst stand die 34-Jährige wieder für die Berliner vor der Kamera: In "Gefühlte XXS" (Arbeitstitel), einer Neuauflage der US-Komödie "Schwer verliebt", schlüpft sie an Stelle von Gwyneth Paltrow in den Fatsuit. Ein Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest. Im eher quotenschwachen Hochsommer zeigt Sat.1 lieber die x-te Wiederholung von "Es geht nicht immer nur um Sex" (2000).
Die Botschaft der Romantic Comedy: "Nimm das Leben, wie es ist. Es kommt sowieso anders, als du denkst." Zwei Freundinnen stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Janni (Rita Lengyel) und Liza (Sophie Schütt)

erwischen Lizas Freund in flagranti mit einer anderen Frau im Bett. Während die Betrogene in Selbstmitleid zu versinken droht, ergreift Janni die Initiative. Sie will ihrer besten Freundin die Augen über die schreckliche Männerwelt öffnen und ihr gleichzeitig ein wenig Ablenkung verschaffen.
Die Mädels gehen shoppen, fahren mit dem Cabrio durch München und landen schließlich in einem Buchladen. Immer mit dabei ist Jannis Videokamera. Eine gelungene Idee: Janni dreht ihren eigenen Film im Film, verwackelt, schnell und wie ein Videoclip. Im Laden lernt Liza den schüchternen Studenten Pietro (Boris Aljinovic) kennen, mit dem sie sich verabredet. Kurz darauf hält sie auf dem Heimweg der charmante Polizist Kid (Markus Knüfken) an und zeigt ihr sehr direkt, dass er sich für sie interessiert. Fortan wird Liza das Le

ben genießen, mit den Männern spielen, sich ein bisschen verlieben - ohne jede Verbindlichkeit.
Ein Loblied auf die Spaßgesellschaft? Offensichtlich, denn die Regisseurin Christine Hartmann konzentriert sich auf wechselnde Szenerien und auf absurde Handlungen - die nur streckenweise amüsieren - und lässt ihre Protagonisten nur ansatzweise in wenigen Einstellungen reflektieren. So fällt es schwer, zu den Figuren in Beziehung zu treten. Plakativ und oberflächlich wirken der überzeichnete Macho-Bulle und der entsetzlich langweilige Student. Selbst die süße Sophie scheint künstlich.
Ausstrahlung am 15.07.2008 um 20:15 Uhr auf Sat.1
Autor: Franziska Kramer/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Sat.1 / Christian A. Rieger
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