Herbstblues

Wenn's immer früher dunkel wird, schlägt sich das bei vielen auf Gemüt und Wohlbefinden. Was Sie dagegen tun können.

Noch hatten wir goldenen Herbst, doch dass die Tage kürzer werden, kann man kaum ignorieren. Bald wird es kälter. Dazu gelegentlich Dauernebel und Nieselregen. Gar nicht so einfach, da die gute Sommerlaune zu behalten. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse fallen 36 Prozent der Frauen im Herbst in ein Tief, dass Gemüt und Körper trifft, bei den Männern ist es mit 24 Prozent jeder Vierte.

Schlapp & lustlos

Wie der sich äußert? Die Symptome kennt fast jeder: Haben Sie auch Konzentrationsschwächen und haben keine Lust, etwas zu unternehmen? Außerdem kommen Sie nur schwer aus dem Bett und können tagsüber kaum die Augen offen halten? Und zu allem Überfluss sind Sie auch noch auf dem besten Weg, die hart erkämpfte Bikinifigur oder den Bahehosenbody zu verlieren, weil Sie einen ausgeprägten Heißhunger auf Süßigkeiten entwickeln? Dann sind Sie wohl auf dem besten Weg, den saisonalen Seelenblues zu bekommen. Aber das ist noch lange kein Grund, sich zu Hause zu verkriechen, sich mit Frustleckerlis vollzustopfen oder gar zu chemischen Stimmungsaufhellern zu greifen. Wir haben Tipps, wie Sie Ihre gute Sommerlaune über den Herbst und Winter retten können.

Mehr Licht

Der Hauptgrund, warum sich viele Menschen im Herbst so schlapp fühlen, ist der Mangel an natürlichem Licht, weiß Psychologe York Scheller von der Techniker Krankenkasse: "Ausgelöst wird das Stimmungstief hauptsächlich durch den Lichtmangel in der kalten Jahreszeit, der den Hormonhaushalt des Menschen beeinflusst." Der Körper produziert weniger stimmungsaufhellende Endorphine und schüttet nur noch kleinere Mengen des "Glückshormons" Serotonin aus. Die Konsequenz ist, dass viele an trüben Tagen einen auf Höhlenmensch machen und nur rausgehen, wenn es unbedingt sein muss. Aber das ist gerade verkehrt! Gehen Sie jeden Tag mindestens eine Viertelstunde lang an die frische Luft. Auch wenn das Wetter nicht besonders gut ist: Tageslicht hilft, frische Luft und Bewegung auch. Man wird muntere, wacher und tut was für den Körper. Sie dürfen aber auch gerne noch aktiver werden, sich morgens beim Joggen oder abends im Fitnessstudio austoben. Denn durch Sport wird der Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn angeregt und die Laune hebt sich garantiert.

Fitfuttern

Noch ein sehr probates Mittel gegen das herbstliche (und winterliche) Formtief ist eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung. Wichtig: viele Omega-3-Fettsäuren! Die kommen beispielsweise in Seefisch, Oliven, Walnüssen und Distelöl vor, sind supergesund und echte Fitmacher

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