teleschau: Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie sich das erste Mal vor Publikum auszogen?
Cheyenne: Ja, sehr gut. Ich hatte so weiche Knie, ich wäre fast von der Stange gefallen vor Aufregung. Aber es war super-toll.
teleschau: Und inzwischen? Ist es immer noch aufregend, sich vor Fremden auszuziehen?
Cheyenne: Je nach Laune. Entweder ich bin voll dabei, denke an nichts anderes und genieße es. Dann schaue ich mir die Gesichter der Leute an, will ihre Reaktion sehen. Oder aber ich bin nicht ganz so gut drauf, dann denke ich beim Strippen auch mal über die Hausarbeit oder so etwas nach ... Das geht, glauben Sie's mir.
teleschau: Wie findet Ihr privates Umfeld, was Sie tun?
Cheyenne: (lacht) Ich glaube, die hatten nichts anderes von mir erwartet. Ich war halt schon immer ein Querkopf. Aber ernsthaft: Mama dachte zunächst, ich hab sie nicht mehr alle. Papa erfuhr es erst ziemlich spät, weil er früher ein bisschen konservativ war. Aber inzwischen gehen sie alle beide ganz toll damit um. Sie sind stolz auf mich und gucken das "DSF-Sportquiz" sogar mit ihren Freunden zusammen an. Natürlich gab es auch andere Leute in meinem Umfeld, darunter auch so genannte Freunde, die ein Riesentheater anfingen und sich von mir abwandten ... Das war am Anfang wirklich schlimm für mich. Na ja, wenigstens weiß ich jetzt, dass die Freunde, die übrig blieben, wirkliche Freunde sind.
teleschau: Sie beschreiten da einen Karriereweg, der mehr Härte erfordert als andere ...
Cheyenne: Auf jeden Fall. Das ist ein super-hartes Geschäft. Auf den Messen hab ich das mitgekriegt: Da werden die Mädels von den Produzenten und Betreibern sehr schnell ausgetauscht. Sobald sie ihnen nicht mehr sexy genug waren, waren sie weg vom Fenster, und schon wurde das nächste Mädchen hochgejubelt.
teleschau: Sorgt das nicht für große Zukunftsängste?
Cheyenne: Bei mir nicht. Ich weiß, dass ich den Beruf in dieser Branche noch ein paar Jährchen mit Spaß machen kann, aber wenn meine Zeit gekommen ist, werde ich das schon selber sehen. Hoffentlich ...
teleschau: Also, wie geht die Geschichte der Cheyenne Lacroix weiter?
Cheyenne: Ich habe von meinem Leben auf jeden Fall andere Vorstellungen, als auf Dauer oben ohne im Fernsehen aufzutreten. Es hat sich inzwischen natürlich einiges relativiert. Was ich da tue, macht großen Spaß, aber ich weiß nicht, ob ich das bis an mein Lebensende machen kann und will. Ich plane sowieso ungern, in dieser schnelllebigen Branche kann ruckzuck alles vorbei sein
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