Heute nehme ich mir natürlich schon die Freiheit, dem Publikum auch als Schauspielerin gegenüber zu treten.
teleschau: Was spielen Sie denn so?
Cheyenne: Sexy zu sein. Das muss ich spielen, denn das bin ich nicht.
teleschau: Ha Ha.
Cheyenne: Ne, ehrlich. Ich weiß gar nicht genau, wie das geht, sexy sein. Ich bin eben nicht der Typ, der sich lasziv räkelt oder so, sondern eher der Typ "immer gut drauf".
teleschau: Wie reagieren die Männer auf Sie?
Cheyenne: (lacht) So wie halt die meisten Männer auf blonde Frauen mit großen Brüsten reagieren. Aber Spaß beiseite: Die Reaktionen sind unterschiedlich. Ich bekomme übrigens auch viel Post von Frauen. Und die meisten Frauen wie Männer suchen eher den freundschaftlichen Kontakt, sie sehen in mir nicht die Frau, die daheim am Herd noch in Strapsen rumläuft, sondern sie sehen mich als das, was ich bin: als Kumpeltyp. Meine Fans sind sehr angenehm.
teleschau: Also lassen Sie die Männer in Ruhe und behandeln Sie nicht wie Freiwild, wenn Sie beispielsweise mal im Supermarkt einkaufen?
Cheyenne: Ne. Wenn ich einkaufen gehe, bin ich meistens nicht geschminkt, ohne Make-up. Da erkennt man mich gar nicht. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Jungs sich in der Regel nicht trauen, mich anzusprechen. Natürlich werde ich oft ein bisschen komisch angeschaut, am Flughafen zum Beispiel. Da spüre ich richtig, wie's bei dem Typen jetzt im Kopf rattert: Ist sie es, oder ist es sie nicht? Aber dann kommt höchstens am nächsten Tag mal 'ne E-Mail: "Sag mal, kann es sein, dass ich Dich gestern am Flughafen getroffen habe?" (lacht) Und das ist auch ganz okay so, dann bleibt mir wenigstens noch genug Privatsphäre.
teleschau: Sie haben Abitur, schnupperten in verschiedene Berufe hinein, begannen schließlich 2002 damit, Ägyptologie, Archäologie und Französisch zu studieren ... Jetzt ziehen Sie sich im Fernsehen aus, haben auf Messen gestrippt und Erotikfilme gedreht. Wie geht die Geschichte, die dahintersteckt?
Cheyenne: Vor etwa drei Jahren - ich machte gerade ein Praktikum zur Erzieherin - freundete ich mich mit einem Erotikmodel an. Ihre Arbeit hat mich so fasziniert, dass ich einfach mal mit ihr mitgegangen bin. Freilich konnte ich mir da noch nicht vorstellen, so etwas selbst zu machen. Im Gegenteil: Ich war damals noch extrem zugeknöpft und ganz brav. Aber die Zeit lehrte mich Besseres ... Ich probierte es aus, mich vor der Kamera auszuziehen, und merkte sofort: "Genau das ist es!" Innerhalb eines halben Jahres krempelte ich mein Leben komplett um
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