"Star Wars: The Clone Wars" - Es wird schmutzig

War is over? Nicht doch. Geht's nach George Lucas und den künstlerischen Verwaltern des "Star Wars"-Universums, dann könnten die Klonkriege noch ewig weitergehen. Zwischen den Realfilmepisoden II und III dockte Lucasfilm mit seinem neu geschaffenen Animationsstudio an. 2008 gab es erst einen Kinofilm und wenig später startete die Trickfilmserie "Star Wars: The Clone Wars" bei ProSieben. Durchschnittlich 13,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen fuhr der Sender mit Staffel eins des US-Imports ein. Nicht ganz das erhoffte Ergebnis, doch die Quotentendenz wies zuletzt nach oben. Nun läuft die zweite Staffel 22 Folgen lang am altbekannten Sendeplatz, immer sonntags, 17.30 Uhr.

Etwas kantig und hüftsteif wirkten die Lucasfilm-Animationen im vergangenen Jahr schon. Und inhaltlich waren die knalligen Weltraumabenteuer doch arg auf ein extrem junges Publikum getrimmt (die zugehörigen Action-Figuren kosten übrigens um die 15 Euro). Doch George Lucas und Serienregisseur Dave Filoni sind sich einig, beim Relaunch in eine neue Galaxie der Trickfilmkunst vorgedrungen zu sein. "Die zweite Staffel strahlt ein ganz anderes Selbstbewusstsein aus", sagt Filoni: "Wir haben viel dazugelernt. Alles ist größer, professioneller, schneller, besser."

Und auch bei der Erzählweise hat sich etwas getan. Zeichnete die erste Season noch relativ klare Fronten - zwischen den edlen Jedi-Rittern sowie den republikanischen Klonkriegern hier und der separatistischen Druidenarmee dort -, ist die Lage laut Lucas nun "tiefer und komplexer". Die Jedi, als Friedensschützer für den Krieg eigentlich nicht gemacht, bekommen es zunehmend mit einer undankbaren Sorte Feind zu tun: den Kopfgeldjägern.

Zum Auftakt treibt der vom Ende der ersten Staffel bekannte Cad Bane, inspiriert von Lee Van Cleefs Part in "The Good, the Bad & the Ugly", sein Unwesen. Die aufmüpfige Novizin Ahsoka, die strafweise Wache vorm Jedi-Tempel schiebt, bekommt es mit dem Profikiller zu tun, als er von dort ein wertvolles Artefakt entwenden soll.

"Things are going to get ugly", freut sich Dave Filoni über die neue Stoßrichtung der Kriegsaction. Wenngleich dem jungen Publikum allzu viel Zynismus natürlich nicht zugemutet wird. Ein Ende der "Clone Wars" steht in jedem Fall in den Sternen, die Serie soll's noch eine Weile richten, findet auch Filoni: "Wir witzeln schon, dass die Serie 'M*A*S*H' länger währte als der Koreakrieg. Wenn wir unseren Job gut machen, dann könnte das bei den 'Clone Wars' genauso sein."
Ausstrahlung am 08.11.2009 um 17:30 Uhr auf ProSieben

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Autor: Jens Szameit/teleschau - der mediendienst
Bilder: ProSieben / Lucasfilm

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