"Spartacus" - Der Gentleman-Gladiator
"Ich bin kein König. Ich bin etwas Besseres: ein freier Mann." Große Sätze, großes Fernsehen. "Spartacus" wurde 2004 für das US-TV neu verfilmt. Kein kitschiges Rührstück wurde daraus, sondern derbes Abenteuerfernsehen, das in den Staaten für einige Preise nominiert wurde. Sat.1 wiederholt nun das 160-Minuten-Epos von Robert Dornhelm, das vor Farbenpracht und aufwendigen Kampfszenen nur so strotzt. In der Titelrolle ist der schnittige Ex-"ER"-Arzt Goran Visnjic zu sehen, der wie einst Kirk Douglas seine Sklavenkollegen in die Freiheit führen will.
"Diese Zuschauer haben sich an Blut und Tod ergötzt", stellt der Thraker Spartacus nach seinem ersten Einsatz als Gladiator entsetzt fest. Er ist der Gentleman unter den Kämpfern, überlegt und melanch

olisch. Diese Qualitäten sowie seine Kraft, die er auf der Gladiatorenschule in Capua noch erhöht, machen ihn schließlich zum Anführer der Sklaven, die nicht mehr unterjocht und verheizt werden wollen. 73 vor Christus will er in die Freiheit fliehen und bündelt dazu die Kräfte seiner Leidensgenossen. Doch kampflos gibt Rom die Rebellen nicht auf: Es wird eine Armee entsandt, den Entflohenen den Garaus zu machen.
Bis zum grausamen Finale erwarten den Zuschauer testosterongetränkte Brutalität, garstiges Vokabular vonseiten der Römer, jede Menge Blut und Tote sowie ein kleines bisschen Liebe: Spartacus heiratet heimlich in seiner Zelle die schöne Varinia (Rhona Mitra), die der unappetitliche Chef der Schule, Cinna (Ross Kemp), eigentlich am Sklavenmarkt für das eigene Bett ersteigert hatte.
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ie amerikanische TV-Version der Geschichte, die 1960 bereits oscargekrönt von Stanley Kubrick inszeniert wurde, präsentiert sich ähnlich üppig wie das große Original. Die Kampfszenen sind spektakulär, der Sadismus der Römer wird in grausamen Szenen bebildert, Kostüme und Kulisse sind stimmig und beeindruckend. Schließlich ist es genau diese lebhafte Inszenierung - gedreht wurde in Bulgarien - die "Spartacus" sehenswert macht. Und gegen Visnjic, den attraktiven Arzt aus der unlängst eingestellten Kult-Serie "Emergency Room" (als Dr. Luka Kovac von 1999 bis 2008), in knackig-kurzen Lederhosen hat sicher auch die weibliche Zuschauerschaft nichts einzuwenden.
Ab 26. November ist der 37-jährige Kroate an der Seite von Ashley Judd im Kino zu sehen: Im Drama "Helen", dem ersten englischsprachigen Spielfilm der deutschen Regisseurin Sandra Nettelbeck ("Bella Martha"), spielt er den Ehemann einer schwer depressiven Frau.
Ausstrahlung am 11.11.2009 um 20:15 Uhr auf Sat.1
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Autor: Bernd Fetsch/teleschau - der mediendienst
Bilder:
Sat.1 / USA Network Pictures
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