Fast 100 Filme hat Fulton-Smith bereits auf dem Karriere-Konto. Man kann ihm auf dem Schirm derzeit in Afrika (Buschklinik), in Rom (Vatikan), Paris (Bastille-Kommissar) oder auch einfach in seiner He

imatstadt München begegnen. Als "Pater Castell" ermittelt er dort in sechs neuen Fällen (ZDF, ab Do., 15.10., 20.15 Uhr).
"Als Sonderbeauftragter des Vatikans werde ich immer dann eingesetzt, wenn die Interessen der katholischen Kirche auf dem Spiel stehen", sagt Francis Fulton-Smith. Es klingt fast so, als sei er tatsächlich ein Kirchenmann. Zweifel, ob denn so was möglich sei - ein Agent der Kirche im schwarzen Rock, räumt er mit tiefster Überzeugung aus: In der Tat würden ganz besondere Rechercheure losgeschickt, wenn die Belange der Kirche betroffen seien - wenn es etwa um Wunder oder Exorzismus gehe, mit vielleicht gefährlichen Folgen.
Mit der Mischung aus Überirdischem und höchst irdischen Untaten, die es gemeinsam mit einer adretten LKA-Beamtin (Christine Döring)

aufzuklären gilt, treffen ZDF und UFA offenbar einen Nerv der Zeit. Rom und der Vatikan bringen als Teil-Schauplatz zusätzliche pittoreske Reize ein. Es sei "absolut herrlich", dort zu drehen. Fulton-Smith mag Rom, seit er mit der Schulklasse erstmals die Stadt besuchte. Noch immer entdeckt er "nach und nach neue Winkel". Etwaige Geheimtipps sind ihm kaum zu entlocken, aber bei den "Quattro Mori" ("Vier Mohren", die "Taverne des Papstes" genannt) kehre das Team gerne immer mal wieder ein - "es ist jedes Mal ein Happening".
Was die religiöse Thematik bei "Pater Castell" anbetrifft, so biete sich dem Zuschauer einfach genügend Gelegenheit, sich mit religiösen Fragen "und mit unserer abendländischen Kultur" auseinanderzusetzen. Der Schauspieler selbst bezeichnet sich "nicht unbedin

gt" als religiös, aber als "sehr gläubig". Evangelisch getauft, glaubt er an "eine höhere Instanz, die das Schicksal lenkt".
Neben "Pater Castell" hat er gerade wieder zwei 90-Minüter für die ARD-Reihe "Kommissar LaBréa" abgedreht, in der er einen "Bullen" an der Pariser Bastille spielt. "LaBréa ist ein Krimi im klassischen Sinne, die Fälle sind härter, es geht heiß her, so wie man es bisweilen in den Nachrichten sieht."
"Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist und arbeiten, solange man Arbeit hat", so glaubt er. Dennoch will Francis Fulton-Smith sich Zeit nehmen, um sich weiter zu entwickeln und seinen verschiedenen Hobbys zu frönen. Neben Malen, Gedichte schreiben und Aikido liegt bei ihm das Fliegenfischen nach wie vor an vorderster Stelle
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