So kam es, dass aus Kollegialität allmählich Freundschaft wurde. Und wenn zwei Menschen dann noch 13 Jahre lang jeweils vier Monate zusammen vor der Kamera stehen, entwickelt sich so etwas natürlich weiter.
Schwarz: Ich bin ja auch der Patenopa seines kleinsten Enkels, Theo. Der ist fünf. Und weil die anderen zwei, der Älteste ist 15, mit so dünnen Stimmchen sagten: "Und wer nimmt uns, wir haben nix?" habe ich auch zu denen "Ja" gesagt. Ich selber habe ja keine Familie, da tut sowas gut.
teleschau: Sie sind, wie man hört, sogar beide das Wagnis eingegangen, zusammen ein Grundstück im Umland von Berlin zu erwerben. So was geht gewöhnlich schief.
Schwarz: Wir haben ein Grundstück an einem kleinen See gemietet. Jeder hat seine kleine Wohnung. Er für die Kinder, die Enkel. Ich für meinen Vater, der da Angeln gehen kann. Jeder hat sein eigenes Terrain, und so oft sind wir ja sowieso nicht draußen.
teleschau: Jeacki Schwarz, lassen Sie Herrn Winkler spüren, dass er in Görlitz geboren ist, Sie aber ein echter Berliner sind?
Winkler: Klar, er kennt sich in Berlin besser aus. Ich habe in Halle gelebt, bin erst seit zwei Jahren in Berlin - als Rucksack-Berliner, wie man das nennt.
Schwarz: Ach wo. Er kennt sich in Berlin schon besser aus als ich. Er fährt mich mit seinen teuren Schlitten, er ist ja ein Auto-Freak, durch die Gegend. Er ist ein sehr guter Chauffeur, das lass' ich mir gerne gefallen. Wir fahren auch mal zu dritt in den Spreewald raus. Wenn seine Frau Zeit hat, ist sie dabei: Dann sind wir eine richtige Ménage à trois.
teleschau: Wie man hört, kochen Sie beide sehr gern.
Winkler: Ich mache die niederen Arbeiten, Kartoffeln schälen, Mohrrüben putzen, er ist der Gourmet und übernimmt das Kommando. Aber Gulasch, das klassische, leicht angebrannte, mache ich selber gern.
Schwarz: Ich koche selber nicht gourmetmäßig. Bouletten sind meine absolute Spezialität. Wie bei Oma. Es sind die besten Bouletten von ganz Berlin. Katharina Thalbach und Detlev Buck haben das bestätigt. Wolfgang kocht gerne für die Presse zu Hause, mitsamt Kindern und Frau. Die fotografieren uns dann, und wir essen am Ende immer allet uff!
teleschau: In der DDR waren Sie mit ihren frühen Filmen in den 60-ern berühmt. Der eine, "Das Kaninchen bin ich", wurde verboten und gab einer ganzen Reihe verbotener Filme, den "Kaninchen-Filmen", den Namen. Der andere, "Ich war neunzehn", ein Kriegsheimkehrer-Film, wurde von der Partei schwer gelobt
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