teleschau: Herr Beckmann, das "Netzer & Overath" in München - sagt Ihnen das was?
Reinhold Beckmann: Nein, nie gehört ...
teleschau: Das ist eine Musikkneipe, mit alten Fußballbildern au

s den 70-ern an der Wand.
Beckmann: Ah, was für Mehmet Scholl ...
teleschau: Er legt dort ab und an als Discjockey auf. Sie haben sich bei Ihrem ersten Sondierungsgespräch bei ihm daheim in München nur über Musik unterhalten, heißt es ...
Beckmann: Er hat mich von den Sportfreunden Stiller zu überzeugen versucht. Und ich habe versucht, ihm die neue Herbie-Hancock-Platte oder was von Joni Mitchell unterzujubeln. Wir sind da schon ein Stück auseinander, aber Musik lieben wir beide.
teleschau: Wie haben wir uns denn die Zusammenarbeit zwischen Ihnen vorzustellen? Vergleiche mit dem Duo Netzer / Delling werden unausweichlich sein.
Beckmann: Bitte nicht. Wir versuchen es einfach mal auf unsere Art und Weise zu machen. Es sind ja nur drei oder vier Spiele, die wir beg

leiten. Und dazu wird es eine gemeinsame "Sportschau" aus Wien geben. Also Mehmet und ich fangen mal langsam an. Was daraus wird, werden wir sehen. Erst müssen wir unsere eigene Tonlage finden, genau wie andere Pärchen im Fernsehen vor uns auch. Ich denke, jeder von uns bringt da seine eigenen Vorstellungen mit und das ist gut so.
teleschau: Mehmet Scholl war eine Weile von der Bildfläche verschwunden.
Beckmann: Er hat nach seinem Abschiedsspiel erst einmal eine Pause gebraucht. Einfach auch eine Zeit, um sich über manches klar zu werden.
teleschau: Als Bayern-Spieler hat er in Deutschland eine Ausnahmestellung, weil ...
Beckmann: ... er selbst bei bekennenden Bayern-Hassern immer eine Sympathie-Figur war. Mehmet ist einfach ein ganz besonderer Typ.
teleschau: Wel

che Erinnerungen haben Sie an Ihre eigenen Anfänge im Sport?
Beckmann: Ich kam ja ursprünglich nicht aus dem Sport, sondern rutschte nur durch Zufall da hinein. Anfangs drehte ich Filmbeiträge fürs Fernsehen, und da war so gut wie keiner zum Thema Sport dabei. Bis dann jemand vom WDR kam und mich in den Sport lockte. Ich erinnere mich gut an 1990, da arbeitete ich gerade als Journalist in Italien. Und plötzlich sollte ich auch ein paar Interviews machen. Beckenbauer, damals Trainer, war dabei. Der war völlig echauffiert und explodierte vor dem Mikrofon nach dem zittrigen 1:0-Viertelfinalsieg gegen die Tschechoslowakei. Ich spielte den neugierigen Sportreporter und kam gar nicht mehr zu Wort
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