Gute Laune, Alter! Die Kooks veröffentlichten ihr zweites Album "Konk"

(tsch) "Wenn man sich durch einen Song nicht gut fühlt, macht er keinen Sinn", findet Sänger und Gitarrist Luke Pritchard von den Brightoner Brit-Pop-Überfliegern The Kooks. Er und seine Band hätten Grund genug, abzuheben und durchzudrehen, ist ihnen doch mit "Konk" gerade ein wirklich geniales Album gelungen, das mehr als ein würdiger Nachfolger für das Erfolgsdebüt "Inside In/Inside Out" ist.

teleschau: Luke, kannst Du schon begreifen, was seit "Inside In/Inside Out" mit Euch passiert ist?

Luke Pritchard: Ja (lacht). Das wäre die einfachste, ehrlichste und kürzeste Antwort. Aber ehrlich: Es war alles total verrückt in den letzten zwei Jahren. Und wäre ich alleine, ich wäre vermutlich durchgedreht. Aber wir haben das nun mal zusammen erreicht, als Band. Und das hält jeden Einzelnen cool.

teleschau: Die Band hält sich also selbst am Boden?

Pritchard: Definitiv. Okay, irgendwann stand jeder von uns mal kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Aber wir sind da, ich hab's genossen, bis jetzt. Es macht mir Spaß, und wir hatten auch nicht zu viel Stress. Und wenn es mal eklig wurde, hat jeder in der Band offen darüber geredet.

teleschau: Was war das Verrückteste, das Ihr bislang über Euch gelesen habt?

Pritchard: Da gab's einige Schlagzeilen. Besonders gerne über mich. Was mir egal ist. Aber was mich wirklich angepisst hat, war ein Arschloch von The Sun, der über mich schrieb, ich hätte ein Mädchen geschlagen! Ich kann nur sagen: Schau mich an: Sieht so jemand aus, der sich überhaupt mit jemandem prügelnd will?

teleschau: Nicht wirklich.

Pritchard: Ich bin weit weg davon. Was also wirklich passierte: Meine Freundin und ich stritten uns, rangelten im Spaß herum, und dann meinte dieser Pressetyp: "So, du schlägst also Frauen?" Wir klärten ihn auf, dass er das völlig verpeilt hatte, und trotzdem stand dieser Scheiß in der Zeitung! Idioten.

teleschau: Vor allem aber habt Ihr nun eine Menge Verantwortung gegenüber Millionen Fans. Wie kommst Du mit dem Druck klar?

Pritchard: Ich denke nicht so. Wenn ich den Weg der öffentlichen Rechfertigung einschlagen würde, wäre ich verloren. Außerdem: Ich sehe keine Verantwortung und keinen Druck darin, Musik zu machen, sondern viel mehr Freiheit und die Freude! Dieses Geschenk anders zu betrachten, wäre eine gefährliche Falle. Dann wäre ich ja die ganze Zeit damit beschäftigt, aus dieser Scheiße herauszukommen. Und weiter gedacht wäre das unfair gegenüber den Fans, wenn ich versuchen würde, eine Platte zu machen, die ihnen gefällt. Ich muss doch eine Platte machen, die mir gefällt.

teleschau: Euer Bassist Max Rafferty hat bereits vorübergehend das Handtuch geworfen, kam dann aber wieder zurück. Laut dem "Guardian" geht Ihr seit Januar getrennte Wege. Warum?

Pritchard: Die kurze Version der Geschichte ist: Er war fast acht Monate weg, nachdem wir das erste Album veröffentlicht hatten

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